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EXW Wallet

Abzocke: Schwere Vorwürfe gegen Raiffeisenbank

Seriös geht anders: Raiffeisenbank wird von den Krypto-Ganoven von EXW genutzt

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CoinZone ist aktuell der "Exchange Partner" des EXW und EXW Wallet-Betrugsunternehmens. Im Klartext: Hier werden die Transaktionen und Geldgeschäfte abgebildet

Die Raiffeisenbank Radenthein steht im Mittelpunkt eines Skandals, bei dem es um Geldwäsche, Steuerhinterziehung und illegale Geldgeschäfte geht. Radenthein ist offenkundig der österreichische Drehpunkt für den inzwischen multinationalen EXW-Betrug. Stimmen die Berichte über das Nachfolgesystem von OneCoin/OneLife, dann sind die heutigen Fakten und Berichte erst die Spitze des Eisbergs.

Eigentlich überprüfen Banken jede Geschäftsbeziehung. Das sollten sie jedenfalls, um Betrügern, Abzockern und dubiosen Geldwäschern keine Chance zu geben. Als der Vorstand der Raiffeisenbank Nockberge in Radenthein am Millstätter See die Geschäftsbeziehung zu dem dubiosen Unternehmen CoinZone des ehemaligen Hausmeister Jürgen Kitz aufnahm, drückten der alle die Augen fest zu.

Heute stehen die Raiffeisen-Vorstände Johann Giertschacher Mas, Juergen Wildpaner und Robert Weissmann vor den Trümmern ihrer laxen Kontrollen und Geschäftsmethoden. Vielleicht liegt es auch an der österreichischen "Leck-mich-am-Arsch"-Einstellung, dass Abzocker wie Jürgen Kitz ihre Geschäfte mit kleinen regionalen Banken machen, die jeden Euro Umsatz benötigen.

Jürgen Kitz ist als Krypto-Ganove in Kärnten bekannt. Und bei der Raiffeisenbank kennt der Vorstand auch die unzähligen Fälle betrogener Rentner, Kleinanleger und Unternehmer, die im milliardenschweren OneCoin/OneLife-Fiasko untergegangen sind. Zudem: In Kärnten kennt man "seine Pappenheimer". Warum machte der Vorstand die Augen zu? Was hat er zu verbergen?

Im 60 Kilometer entfernten Klagenfurt, wo es ebenfalls ausreichend Banken gibt, wollte Jürgen Kitz wohl kein Konto eröffnen. Mit seinem Unternehmen CoinZone GmbH zog er nach Radenthein, einen knapp 5.000-Seelen-Ort, wo die Welt eigentlich noch in Ordnung ist. Oder sein sollte.

CoinZone ist aktuell der "Exchange Partner" des EXW und EXW Wallet-Betrugsunternehmens. Im Klartext: Hier werden die Transaktionen und Geldgeschäfte abgebildet. Bis heute haben viele Opfer noch nicht erkannt, dass sich hinter der EXW ein Schneeballsystem aufbaut, das noch vom Standort Österreich profitiert. Frei nach dem Motto: Was aus der Alpenrepublik kommt, kann nicht schlecht sein.

Bei der Raiffeisenbank Radenthein und seinem Vorstand dürften alle Sicherungen versagt haben, als die ersten sechsstelligen Beträge über das CoinZone-Konto flossen. Denn "Investitionen" beim "Exchange Partner" stammen oft genug aus Schwarzgeldern, die in Österreich besonders beliebt sind. Überprüfungen der Raiffeisenbank gab es nicht, was zumindest den Beihilfestraftatbestand der Steuerhinterziehung erfüllt.

Aber auch illegale Geldgeschäfte hat den Vorstand nicht interessiert: Hohe Summen flossen über das Konto, damit Jürgen Kitz "traden" konnte. Natürlich ohne die entsprechenden Genehmigungen und Zulassungen. Und dann ist da noch die Geldwäsche, die über das Konto der CoinZone und mit Wissen des Vorstandes der Raiffeisenbank stattfand. oder sollte man besser sagen: Noch stattfindet?

Vorstand Johann Goertschacher Mas erwischte der Anruf vom :gerlachreport völlig auf den falschen Fuß. Ob er sich zu den Vorwürfen äussern wolle? "Wir haben rechtliche Schritte eingeleitet", tönte der Österreicher, "wir gehen jeder Geldwäsche nach."

Eigentlich eine gute Nachricht. Aber der Banker hat das anders gemeint: Rechtliche Schritte, so pöbelte er schließlich am Telefon, wolle er natürlich "gegen die Berichterstattung" einleiten. Ob er denn die Geschäfte von CoinZone und Jürgen Kitz unter die Lupe genommen habe? "Das brauche ich nicht", schnappte Goertschacher Mas am Telefon. Und dann: "Natürlich haben wir die Geldzahlungen nicht gemeldet.", schrie er in den Hörer, bevor er aufknallte.

Nun mag es sein, dass Vorstände von Kleinbanken aus Radenthein mit derartigen Fragestellungen überfordert sind. Ratlos in Radenthein. Überraschend kamen sie nicht: Fünf Tage hatte der Vorstand Zeit, sich schriftlich zu den Vorwürfen und Vorgängen zu äussern, die schwarz auf weiß vorliegen. Mehrere Presseanfragen blieben unbeantwortet. Es gab auch keinen "Hinweis" auf etwaige "unkorrekte Berichterstattungen".

Am Millstätter See ziehen schnell kräftige Gewitter auf. Der Vorstand hat wohl einfach abgewartet, bis der Regenguss vorbei ist. Und dabei nicht bedacht, dass man nass wird. Jürgen Kitz hat seinen abgezockten Kunden übrigens mitgeteilt, dass seine Konten bei der Raiffeisenbank gesperrt sind und er deshalb die horrenden Renditen nicht ausbezahlen kann.

Aber auch davon weiß man bei der Raiffeisenbank nichts.

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