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Warren Buffett

Anleger sind schlauer als die meisten Fachleute

Warren Buffett: Wie gut, dass Anleger und Investoren immer mündiger werden

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Warren Buffett: Wer heute eine Renditeerwartung von weniger als 15 Prozent in die Verhandlungen nimmt und auch ein entsprechendes Angebot nicht bekommt, sollte den "erfahrenen" Berater gleich vor die Tür setzen

Eine alte Binsenwahrheit ist jetzt in einer Studie bestätigt worden: Anleger sind schlauer als die meisten Fachleute und alle, die sich dafür halten. Denn: Investoren wollen im Schnitt einen Mindestertrag von rund zehn Prozent erzielen. "Erfahrene" Berater, so wird jetzt von "Fachmedien" kolportiert, wüssten: "Das liegt jenseits von Gut und Böse." Das ist ein Schlag ins Gesicht der cleveren Anleger und Investoren. Mehr noch: Der US-Star-Investor Warren Buffett unterstützt diese Ansichten.

Wohlgemerkt: Diese "erfahrenen" Berater kassieren bei jedem Investor mal eben kräftig ab. Im immer noch aktiven deutschen Kapitalgraumarkt, der sich inzwischen auf Gold, Immobilien oder obskure Genossenschaftsanteile kapriziert hat, werden bis zu 20 Prozent Provisionen gezahlt. Das ist zwar nicht legal, aber egal.

Wie gut, dass Anleger und Investoren mündig werden: Die Erwartungen der Anleger sind in den vergangenen Jahren zudem immer stärker gestiegen, heißt es in der Studie. Trotz mehrerer Rückschläge an den globalen Kapitalmärkten in den vergangenen 15 Jahren sind ihre Renditeerwartungen heute höher, als noch vor Jahren.

Das ist das Ergebnis der "Global Investor Study 2018", für die mehr als 22.000 Anleger in 30 Ländern befragt hat. Aktuell wollen Investoren mit ihren Anlagen im Schnitt einen Ertrag von mindestens 10,1 Prozent erzielen, zusammengesetzt aus Dividenden- und Zinseinkünften sowie Kursgewinnen – ohne Einrechnung von Steuern und Renditeverzehr durch Inflation. Bei der letzten Erhebung vor zwei Jahren lagen die Erwartungen bei ebenfalls nicht gerade bescheidenen 9,1 Prozent.

Die Rendite-Hoffnungen fallen je nach Altersgruppe unterschiedlich aus. Mitglieder der sogenannten Generation X (37 bis 50 Jahre) entsprechen mit ihren Erwartungen ziemlich genau dem globalen Durchschnitt. Millennials zeigen sich dagegen mit einer Ertragserwartung von 11,3 Prozent deutlich ambitionierter. Die Baby Boomer würden sich schon mit 8,7 Prozent begnügen. Und Befragte ab 71 Jahren aufwärts geben sich sogar mit 7,2 Prozent Rendite zufrieden.

Dennoch sind auch ihre Performance-Hoffnungen zum Scheitern verurteilt und Enttäuschungen programmiert. IM beinahe abgeschlossenen Anlagejahr 2018 beispielsweise ließen sich mit globalen Aktien nur rund 2,4 Prozent Rendite erzielen, gemessen am Aktienindex MSCI World Index. Vor diesem Hintergrund erscheinen die gewünschten Erträge "optimistisch". Im Umkehrschluss bedeutet das, dass bessere und ertragreichere Angebote Berücksichtigung finden. Anleger müssen wählerischer werden und bei jedem Gespräch "einen Taschenrechner zur Hand haben."

In einer anderen Studie aus dem vergangenen Jahr will eine der führenden Investmentgesellschaft selbst ausgerechnet haben, was Investoren in den kommenden 30 Jahren, also bis 2046, nach Abzug der Inflation verdienen können. Das Ergebnis: Am US-Aktienmarkt winken Euro-Anlegern Renditen von durchschnittlich drei Prozent pro Jahr. Mit Small- und Mid-Caps aus den Vereinigten Staaten respektive entsprechenden Fonds seien 4,4 Prozent realistisch.

Die tatsächlichen Ergebnisse sehen aber anders aus: Wer heute eine Renditeerwartung von weniger als 15 Prozent in die Verhandlungen nimmt und auch ein entsprechendes Angebot nicht bekommt, sollte den "erfahrenen" Berater gleich vor die Tür setzen.

Gleich neben die unseriösen Drücker der Gold-, Immobilien oder Genossenschaftsanteile.

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