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Autark

BaFin ermittelt: Das ist das Aus für die Autark-Aktie!

Nach Ermittlungen steht fest: Mehr als 7.500 Autark-Anleger verlieren ihr Geld

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Die BaFin hat gegen Stefan Kühn und seinen Vertrieb Ermittlungen wegen gewerbsmäßigen,ässigem illegalen Anlagegeschäft aufgenommen. Damit ist das Ende der Autark-Aktie beschlossene Sache. Für alle Autark-Anleger bedeutet das: Ende eines Anleger-Traums

Das sind die schlimmsten Nachrichten für alle Autark-Anleger: Die Autark-Aktie wird noch vor ihrem möglichen Start aus dem Verkehr gezogen. Grund: Gewerbsmässige illegale Anlagegeschäfte des Berufsverbrechers Stefan Kühn. Er ist Vorstand der Autark Entertainment Group AG. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat ein entsprechendes Verfahren eingeleitet.

Derzeit liegt der Bundesanstalt auch der "Prospekt" der Autark Entertainment Group AG vor. Wann dieser veröffentlicht wird, steht derzeit noch in den Sternen. Zwar sei die BaFin an Fristen gebunden, erfuhr :gerlachreport, jedoch kann eine Veröffentlichung dauern, wenn "Hinderungsgründe" vorliegen. Das ist bei Autark der Fall.

Aus Kreisen der Börsenaufsicht heißt es, dass die BaFin "den Inhalt eines Prospektes nur nach klaren finanztechnischen Kriterien prüft, nicht aber, ob es sich um ein gutes oder schlechtes Geschäft handelt". Hinter vorgehaltener Hand wird beispielsweise eine Beteiligung an einem Musical oder einer anderen musikalischen Aufführung "als hochriskant" eingestuft.

Am 19. September hatte Berufsverbrecher Stefan Kühn gegenüber der Westdeutschen Allgemein Zeitung (WAZ) ausgeführt, dass er für das Musical "Wallace" mehr als 4.000 Investoren angeworben haben will. Aus umfassenden Unterlagen, die :gerlachreport vorliegen, wurden diese Investitionen "mit Aktien der Autark Entertainment Group AG" abgesichert. Doch genau das ist verboten.

Schlimmer noch: Weitere Unterlagen belegen, dass mehr als 3.500 Anleger, die mehr als 50 Millionen Euro in wertlose Nachrangdarlehn investiert hatten, ebenfalls mit leeren Händen dastehen. Auch sie hatten als angebliche "Sicherheit" die nicht genehmigten Autark-Aktien ungefragt für ihre Forderungen erhalten, weil so die Staatsanwaltschaft Dortmund getauscht werden sollte (:gerlachreport berichtete).

In einem Leitfaden der BaFin heißt es: "Grundsätzlich teilt die BaFin ihre Anmerkungen zum Prospekt innerhalb einer Frist von 10 Arbeitstagen im Rahmen eines Anhörungsschreibens mit. Die Frist beträgt bei der ersten Vorlage des Prospektentwurfs 20 Arbeitstage, wenn es sich um ein öffentliches Angebot von Wertpapieren handelt und Wertpapiere dieses Emittenten noch nicht zum Handel am geregelten Markt in einem EWR-Staat zugelassen sind, und auch nicht zuvor öffentlich angeboten wurden."

Doch genau das ist das Problem: Ganove Stefan Kühn und seine Vertriebsleute haben die wertlosen Aktien öffentlich als "Sicherheit" für Anleger überreicht und damit Millionen eigesammelt. Hierfür gibt es keine Genehmigung - diese Anlagen müssen rückabgewickelt werden, wenn die BaFin zu dem Schluß kommt, dass ein illegales Anlagegeschäft vorliegt.

Eine Rückabwicklung hätte für Stefan Kühn fatale Folgen: Da er schon jetzt seine Rechnungen nicht mehr bezahlen kann und ihn Millionenschulden drücken, wäre das das endgültige Aus der Ganoven-Clique Stefan und Sabine Kühn. Es wäre auch das Aus für die Aktie, alle Unternehmen des betrügerischen Ehepaars und natürlich das Ende für die "alten" Autark-Anleger.

Betroffen wäre auch das Musical "Wallace", das am 14. November Welturaufführung feiern soll. Nach den jetzt angekündigten Maßnahmen wird es dazu nicht mehr kommen. :gerlachreport hatte bereits in der Vergangenheit mehrfach berichtet, dass der Vorhang für "Wallace" fällt, bevor er sich überhaupt hebt.

Kühn, der für das Musical nach eigenen Worten mehr als zehn Millionen Euro eingesammelt hat, steht vor einem ausweglosen Dilemma: Anleger und Investoren wurde mit einem gefälschten "Wertgutachten" ein Aktienpreis von 5,50 Euro vorgegaukelt. Tatsächlich liegt der Preis pro Aktie aber nur bei 0,00125 Euro. Durch das jetzt eingeleitete Verfahren wegen des gewerbsmässigen illegalen Anlagegeschäfts ist die Aktie, selbst wenn es doch noch zu einer Veröffentlichung des Prospekts käme, nichts mehr wert.

Ein Handel wird und kann nicht mehr stattfinden. Mal ehrlich: Selbst dumme Anleger würden einen solchen Schrott nicht kaufen.


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