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Autark

Bestätigt: Dienstag das Aus für Musical "Wallace"

Das widerliche Lügengebilde des Berufsverbrechers Stefan Kühn bricht jetzt zusammen

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Berufsverbrecher Stefan Kühn behauptet, er würde erpresst. Deshalb seien Investoren abgesprungen. Was er vergißt: Bei 2.000 verkauften Karten (von 154.000 möglichen) springt jeder Investor ab

Michael Mohr, Sprecher des "Theater am Marientor", bestätigte gegenüber dem Westdeutschen Rundfunk, dass insgesamt nur 2.000 Karten für das Musical "Wallace" verkauft worden sind. Am kommenden Dienstag soll das Ende verkündet werden. Mohr bestätigte die "finanzielle Schieflage". Damit sind alle Berichte des :gerlachreport nicht nur bestätigt, in einem kleinen Kreis verkündete Autark-Boss Stefan Kühn, dass die Absage des Musicals auch sein "Ende" sei. Er rechnet in den nächsten tagen damit, dass ihn die Staatsanwaltschaft Dortmund in Untersuchungshaft nimmt: "Ich rechne täglich mit meiner Verhaftung".

Hintergrund sind jahrelange Ermittlungen in einem der größten Betrugsfälle der Nachkriegsgeschichte: Mehr als 3.500 Anleger wurden in den vergangenen Jahren um mehr als 50 Millionen Euro gebracht, für die aktuelle Musical-Produktion will Kühn nach eigenen Worten "4.000 Anleger angeworben" haben. Unterlagen und E-Mails belegen, dass die gesamte Produktion ein neuer Anlageskandal ist.

:gerlachreport hatte das frühzeitig berichtet, nachdem entsprechende Unterlagen und Strategiepapiere aus der Feder von Stefan Kühn den Weg in die Redaktion fanden. Um seine eigenen Spuren zu verwischen, wurde Jagd auf die gemacht, die über den Skandal berichteten. So soll der :gerlachreport Kühn und seine Unternehmungen um "hunderttausende Euro erpresst" haben. Im Gegenzug sollten dann der neue Betrug verschwiegen werden. Besonders dreist sind die unwahren Behauptungen, dass wegen negativer Berichte "Investoren abgesprungen" seien oder ihre "Finanzierungszusagen rückgängig gemacht" hätten.

Gegenüber diversen Medien wurden entsprechende Meldungen verbreitet. Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) berichtet:

Wallace-Musical in Duisburg auf der Kippe

· Veranstalter wird nach eigenen Angaben erpresst
· Investoren durch Falschmeldungen abgeschreckt
· Premierentermin im November fällt wohl aus

Das Musical "Wallace" im Duisburger Theater am Marientor steht offenbar auf der Kippe. Die Veranstalterfirma bestätigte dem WDR am Donnerstag (24.10.2019) eine "finanzielle Schieflage". Eine Falschmeldung zum Musical-Aus im September habe Investoren verunsichert.

Der für den 14. November angesetzte Premierentermin sei nun möglicherweise nicht zu halten. Das bedeute aber nicht zwangsläufig das Aus für das Musical.

Bereits im September hatte eine gefälschte Pressemeldung des Veranstalters im Internet für Aufsehen gesorgt. Darin hieß es, das Musical sei abgesagt, die Proben seien eingestellt.

Der Chef des Musicalunternehmens Autark Entertainment, Stefan Kühn, dementierte diese Nachricht damals auf Nachfrage des WDR. Er sprach von Fake-News und machte gleichzeitig öffentlich, dass das Unternehmen erpresst werde.

Seit drei Jahren habe er es mit einem Mann aus den USA zu tun, der immer wieder falsche Nachrichten über Autark Entertainment in die Welt setze. Er verlange Geld in Millionenhöhe, um weitere Falschmeldungen zu unterlassen. Die Staatsanwaltschaft Bamberg bestätigte Ermittlungen gegen eine US-amerikanische Internetseite und einen Zusammenhang zur Musicalfirma Autark Entertainment.

Das Theater am Marientor hatte das Musical in den vergangenen Monaten massiv beworben. Bislang seien 2.000 Tickets verkauft, so der Veranstalter auf WDR-Anfrage. Auf seiner Homepage warb das Theater auch am Donnerstagnachmittag (24.10.2019) noch mit 95 anstehenden Wallace-Aufführungen bis März 2020. Das Musical erzähle "die Geschichte von Liebe, Macht, Leidenschaft und Gier".

Lokalzeit Duisburg vom 24. Oktober 2019

10 Fragen an Stefan Kühn

1. Sie behaupten, dass Sie "erpresst" werden. Wie sehen diese Erpressungen aus? Welche Beweise für welche tatsächlichen Forderungen haben Sie?

2. Sie sind ein einschlägig vorbestrafter Berufsverbrecher, der 3.500 Anlegern mehr als 50 Millionen Euro abgenommen hat. Wo sind die 50 Millionen Euro geblieben?

3. Sie bestätigen in dem TV-Interview, dass gegen Sie strafrechtlich ermittelt wird. Sie behaupten wahrheitswidrig, dass Sie bis heute zur Sache nicht vernommen wurden und schon deshalb von Ihrer "Unschuld" auszugehen sei. Wieso haben Sie dann Angst vor einer Verhaftung?

4. Sie behaupteten am 19. September 2019, dass Sie "mehr als 4.000" Anleger für das Musical "Wallace" eingeworben haben. Die Kosten des Musicals belaufen sich auf rund zehn Millionen Euro. Diese Summe hätte durch diese Investoren abgedeckt sein müssen.

5. Freie Mitarbeiter, Lieferanten und Dienstleister warten auf Millionen, die Sie ihnen vorenthalten. Warum bezahlen Sie Ihre Rechnungen nicht?

6. Sie sind vor Monaten ein 10-Millionen-Risiko eingegangen. Offenbar ohne Geld. Das ist Betrug. Wieviel Geld hatten Sie, als Sie "Wallace" in Auftrag gaben?

7. Zum Zeitpunkt der Beauftragung von "Wallace" lagen gegen Sie und Ihre Unternehmungen Zwangsvollstreckungen in einer Größenordnung von mehr als 30 Million Euro vor. Trotz dieser Zwangsvollstreckungen (Ihre Schuldner warten immer noch auf ihr Geld) haben Sie "Wallace" in Auftrag gegeben. Warum haben Sie Ihre Schulden nicht bezahlt?

8. Sie behaupten, dass Investoren abgesprungen sind, die "Wallace" finanzieren wollten. Wann haben welche Investoren eine Finanzierungszusage in welcher Höhe gegeben und wann haben Sie diese Gelder auf welcher vertraglichen Grundlage vereinnahmt?

9. Sie behaupten, dass Investoren Zahlungen zurückgehalten hätten, nachdem negative Berichte erschienen sind - als Folge angeblicher Erpressungen. Wenn es derartige Erpressungen gegeben haben sollte und die Berichte unwahr sind, warum sind die Investoren dann abgesprungen?

10. Sie behaupten, dass die Staatsanwaltschaft in Bamberg (Cyberkriminalität) wegen der "Erpressungen" ermittelt. Normalerweise ist diese Schwerpunkt-Staatsanwaltschaft bei anonymen Strafermittlungen tätig. Wenn Ihnen die angeblichen Personen bekannt sind, die Sie erpresst haben sollen, warum sind Sie dann gegen diese Personen nicht auch zivilrechtlich vorgegangen und haben auf möglichen Schadensersatz geklagt?

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