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Autark

Das Ende von "Wallace": Die Schuld des Professors

Warum "Wallace" kein Erfolg werden durfte: Es geht um rund 20 Millionen Euro

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:gerlachreport hatte frühzeitig über die schmutzigen Geschäfte des Professor Dr. Heinz-Christian Knoll berichtet. Er hat geglaubt, dass ihm bei seinem falschen Spiel um "Wallace" niemand auf die Schliche kommt

Es wird wieder einer dieser bemerkenswerten Auftritte des Professor Dr. Heinz-Christian Knoll werden, wenn er heute den Mitarbeitern des Musical "Wallace" das Ende verkündet: Arrogant, überheblich, eiskalt, menschenverachtend. Er wird so tun, als habe er mit dem Ende nichts zu tun. Es wird Tränen geben. Bei den Mitarbeitern, dem Ensemble. Bei ihm nicht. Menschen sind ihm egal.

:gerlachreport hatte über das Ende bereits frühzeitig berichtet. Es lag bereits im Juni offen auf dem Tisch, dass hier ein Kampf hinter den Kulissen gefochten wird. Aber einige Kämpfer nicht wussten für wen und was sie ihren Kopf hinhielten. Mit jedem Bericht über das Ende wurde der :gerlachreport schlimmer beschimpft: Die Redaktion würde das Musical "totschreiben".

Das hatten auch Theater-Geschäftsführer Jörg Platen und sein Puff-Partner Michael Mohr, verantwortlich für die Pressearbeit beim Musical, oft wiederholt und nie belegen können. Sie werden diese alte Leier wieder hervorkramen, weil sie weder die Hintergründe kennen, noch die Tragweite verstehen. Ihre Horizonte sind auch durch den täglichen Alkoholkonsum zudem extrem eingeengt.

Der Tod des Musical "Wallace" und das Ende des "Theater am Marientor" wurde von Professor Dr. Heinz-Christian Knoll, Stefan Kühns Tochter Laura Koschate, Knolls Partner Bernhard Faber und Männern beschlossen, die kein Interesse an Musik, dafür aber viel Interesse an Geld haben. Und das zu einer Zeit, als über ein mögliches Ende noch nicht einmal spekuliert wurde.

Seit November des vergangenen Jahres hatte der Wahl-Leipziger Christian Knoll Autark-Boss Stefan Kühn den Börsengang der Autark Entertainment Group AG versprochen. Vertriebsmitarbeiter erinnern sich, wie der Professor für Recht, insbesondere Wirtschaft- und Steuerrecht an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) über die Chancen und Möglichkeiten schwadronierte. Wie er Millionen versprach und sich als heimlicher Chef der Autark-Gruppe gerierte.

Stefan Kühn fiel auf seine leeren Worte und Versprechen rein. Man könnte auch sagen, dass Knoll in vielen Fällen der bessere Lügner ist.

Knoll ist, soviel steht heute fest, der Kopf, der Urheber des aktuellen Autark-Betruges. Er wusste, dass die Produktion des Musicals "Wallace" entscheidend für die weitere Planung des "Theater am Marientor" ist. Er wusste, dass die Autark-Gruppe Altverbindlichkeiten von mindestens 50 Millionen Euro drückte und er versprach über einen Börsengang die Lösung.

Er schickte Stefan Kühn und seine Vertriebsleute an die Front, zu den Investoren. Knoll versprach Investorengelder und entwickelte Systeme für die Geldwäsche. Denn der ehrenwerte Professor ist in Wirklichkeit gar nicht so ehrenwert: Er steckt tief in Themen wie Kinderprostitution, illegale Kinder-Puffs und Menschenhandel. Er ist ein Meister der Anleger-Abzocke.

Der Professor hat für den vermeintlichen Autark-Börsengang Bilanzen und Bücher gefälscht. Noch in dieser Woche wird die Staatsanwaltschaft Leipzig umfassendes Material für ihre Ermittlungen gegen den Professor bekommen. Kühns Tochter Laura Koschate hat ihm dabei fleissig geholfen - das schafft Vertrauen für zukünftige Aufgaben.

Heute steht fest, dass das Musical "Wallace" niemals zur Aufführung kommen sollte und durfte, weil Knoll immer ein höheres Ziel verfolgt: Es gilt Stefan Kühn und sein Umfeld zu vernichten, die Unternehmen in die Insolvenz zu führen und sich dann die möglichen Insolvenzmassen für kleines Geld unter den Nagel zu reißen.

In diesem Millionenspiel sind Stefan Kühn, die Autark, das Ensemble des Musical "Wallace" und alle Mitarbeiter Figuren. Marionetten. Damit die tatsächlichen Motive des umehrenwerten Professors im Dunklen blieben, lieferte Knoll Bares und beruhigte die Gemüter - insgesamt mehr als 1,4 Millionen Euro steckte er bis heute in das totgeborene Kind "Wallace".

Diese "Investition" ist nichts zum Vergleich der Forderungen, die Stefan Kühn und die Autark-Gruppe gegen Mandanten des schmutzigen Professors haben. Hier geht es um Forderungen nahe der 20-Millionen-Grenze. Gegen Knolls Mandanten laufen umfassende strafrechtliche Ermittlungen. Würde es Knoll gelingen, Kühn & Co. frühzeitig zu eliminieren, wäre das Strafverfahren gegen seine Mandanten nur noch eine Farce. Und aus der Schuld wäre ein fetter Gewinn geworden.

Die Steuerfahndung recherchiert gerade, woher der unehrenhafte Professor wohl die 1,4 Millionen Euro hat, die er in das Gelingen des Musicals gesteckt hat. Unterschiedliche Absender des Geldsegens zeigen, dass nicht nur Geldwäsche im Spiel sein dürfte, sondern noch ganz andere kriminelle Handlungen.

Es wird zu klären sein, wer was wann wusste. Es wird zu klären sein, ob die leeren Versprechen des Professors gut genug waren, ein Millionenabenteuer "Wallace" auf die Bretter zu bringen. Und schon bald werden wir wissen, wie Knoll, Koschate & Co. sich Unternehmen, Theater und Forderungen unter den Nagel reißen konnten.

Da wird er stehen: Die fleischgewordene Überheblichkeit, die denkt, dass ihm niemand auf die Schliche kommt. "Wallace" ist nicht nur ein Spiel von Liebe. Es ist auch ein Spiel von Krieg. Das Ensemble hat das Schießen mit Pfeil und Bogen, den Schwertkampf trainiert. Man könnte Gefallen an dem Gedanken finden, dass jemand das Gelernte nutzt.

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