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OneCoin

Das OneCoin Hauptquartier in Sofia wird geräumt

Erste Hinweise: Ruja Ignatova soll unter falschem Namen auf der Krim leben

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Ein letzter Blick durch die verhängten Scheiben. Das Geld ist weg und eine ganze Stadt atmet durch

Wer gehofft hatte, dass am Ende im Hauptquartier von OneCoin/OneLife in Sofia noch Geld abtransportiert wird, sah sich getäuscht. Die letzten Spuren des Milliardenbetruges werden auch hier beseitigt. Beobachter berichten, dass nur Möbel und Material abgeholt wurde.

Bereits vor Monaten hatte die Staatsanwaltschaft in Sofia in enger Zusammenarbeit mit der europäischen Polizeibehörde EUROPOL das Gebäude 6a am P.R. Slaveykov Sqr. auseinandergenommen. Zu dieser Zeit tourte Konstantin Ignatov noch durch die Weltgeschichte und räumte beim OneCoin-Betrug weiter ab.

Das Büro der Cryptoqueen Ruja Ignatova im dritten Stock war zu dieser Zeit schon leer. Die "Erfinderin" des weltumspannenden Milliardenbetruges war bereits untergetaucht. Bis heute fehlt von ihr jede Spur, wobei sich Hinweise verdichten, dass Ruja Ignatova unter falschem Namen und mit verändertem Äußerem auf der Krim lebt. :gerlachreport geht derzeit entsprechenden Hinweisen nach.

Die Staatsanwaltschaft in Sofia hatte im Zuge der mehrtägigen Hausdurchsuchung (:gerlachreport berichtete) nicht nur wichtige Firmenunterlagen sichergestellt, auch alle Rechner und Server des OneCoin-Betrugssystems wurden beschlagnahmt.

Bei den derzeit stattfindenden Verfahren gegen den Geldwäscher Mark Scott vor einem New Yorker Gericht spielten auch die in Sofia sichergestellten Unterlagen eine wichtige Rolle. Konstantin Ignatov, der als Hauptbelastungszeuge gilt, hat tausende E-Mails aus Sofia für die amerikanischen Ermittler gesichtet und die entsprechenden Vorgänge erklärt.

Aktuelle Recherchen in Sofia haben ergeben, dass die jetzige Räumungsaktion "nicht von Personen aus dem OneCoin-Umfeld" durchgeführt wurde. Dafür spricht auch, dass der benutzte Transporter nicht einmal den obligatorischen Versicherungsschutz für bulgarische Fahrzeuge hatte.

Ein Augenzeuge: "Es sieht aus, als würden die letzten Büromaterialien und Schreibtische abgeholt, damit das Haus verkauft werden kann." Es ist aktuell von bulgarischen Behörden beschlagnahmt und soll demnächst meistbietend versteigert werden.

Dann werden auch die OneCoin-Zeichen verschwinden und die letzten Bewohner Sofia durchatmen. Der Alptraum OneCoin, der zeitweise eine ganze Stadt in Atem hielt, ist dann endlich vorbei.

Kein Geld. Dafür aber ganz viel Kopierpapier und Spiralbloöcke · Alle Fotos: Nikolay Stoyanov

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