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OneCoin

Der kriminelle Menschen-Handel mit Anleger-Pässen

OneCoin-Investorinnen hatten keine Ahnung, dass sie als Huren arbeiten

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Die bulgarische Mafia um den OneCoin-Boss Konstantin Ignatov nutzt Ausweispapiere von OneCoin-Anlegern für den Menschenhandel, sagen die Ermittler

Das Betrugsnetzwerk OneCoin/OneLife ist tief im Menschenhandel verstrickt. Es geht um Zwangsprostitution und Zuhälterei. Und um die bulgarische Mafia um Konstantin Ignatov, die die angebliche Kryptowährung in der Hand haben. Und nicht nur das. Aus Unterlagen und Ermittlungen, die :gerlachreport vorliegen ergibt sich, dass „Tausende Passkopien und Ausweise bei dem Betrugsnetzwerk vorliegen, die jetzt für falsche Papiere genutzt werden“, heißt es in einem Ermittlungsbericht. Und: „Diese Papiere werden für den Menschenhandel eingesetzt“.

Das Betrugsnetzwerk OneCoin/OneLife ist tief im Menschenhandel verstrickt. Es geht um Zwangsprostitution und Zuhälterei. Und um die bulgarische Mafia um Konstantin Ignatov, die die angebliche Kryptowährung in der Hand haben. Und nicht nur das. Aus Unterlagen und Ermittlungen, die :gerlachreport vorliegen ergibt sich, dass „Tausende Passkopien und Ausweise bei dem Betrugsnetzwerk vorliegen, die jetzt für falsche Papiere genutzt werden“, heißt es in einem Ermittlungsbericht. Und: „Diese Papiere werden für den Menschenhandel eingesetzt“.

In den vergangenen Jahren haben Millionen OneCoin-Jünger und Jüngerinnen ihre Ausweise und Personalpapiere für ihre Einzahlungen benutzt. Damit, so das damalige Argument, sei nachgewiesen, dass die Zahlungen „ordnungsgemäß“ erfolgen und dem jeweiligen Einzahler zugeordnet werden können.

Aber: Nach den Überweisungen wurden diese Ausweispapiere nicht vernichtet. Sie wurden, das haben die Ermittlungen jetzt ergeben, auch für das Organisierte Verbrechen genutzt. :gerlachreport hatte in der Vergangenheit mehrfach auf die engen Verbindungen hingewiesen. Nach dem Abtauchen der OneCoin-Chefin Dr. Ruja Ignatova hat deren Bruder Konstantin Ignatov die Macht übernommen. Ignatov ist Mitglied der bulgarischen Mafia.

Und die spielt eine tragende Rolle im Menschenhandel: Frauen aus dem ehemaligen Ostblock werden in Deutschland, Österreich und in den Niederlanden in die Zwangsprostitution getrieben. Mafia-Zuhälter benutzen dabei Ausweispapiere von OneCoin-Mitgliedern, um diese Zwangsprostituierten mit den Ausweiskopien zu „legalisieren“. Eine Kopie ist in ausreichend, wenn es um die „Anmeldung“ der „selbständigen“ Sexarbeiterinnen geht.

Spezialisten unterschiedlicher Ermittlungsbehören und Polizeidienststellen gehen aber davon aus, dass die organisierte Zwangsprostitution „im System OneCoin/OneLife weltweit genutzt wird“. Bis auf Nordamerika ist OneCoin/OneLife nahezu weltweit tätig: „Das öffnet für jede kriminelle Tätigkeit Tür und Tor“, heißt es, „denn weltweit haben die Mitglieder ihre Ausweispapiere wie eine breite Spur hinterlassen.“

Der Schwindel und die Methoden fielen jetzt im Zuge von Kontrollen im Rotlicht-Milieu auf: OneCoin-Kundinnen hatten keine Ahnung, dass sie ihren Körper für käufliche Liebe angeboten hatten.

Wie :gerlachreport erfuhr ist das aber nicht der einzige Bereich, in dem ohne Wissen der Betroffenen die Ausweispapiere für illegale Geschäfte genutzt werden. Denn nichts ist so wertvoll wie eine Ausweiskopie.

Das wissen auch Konstantin Ignatov und seine Mafia-Bande.

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