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Michael Turgut

Endlich: Abzocker-König Turgut muss in den Knast

Neue Strafverfahren gegen Michael Turgut und seine SWM-Bande sorgen für Unruhe

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Berufsverbrecher Michael Turgut hat derzeit noch vier offene Strafverfahren. Die Staatsanwaltschaft in Marburg ermittelt gegen die Abzockereien der dubiosen SWM und deren Chef Dr. Rudolf Döring

Endlich! Deutschlands größter Abzocker-König Michael Turgut muss in den Knast. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die vierjährige Haftstrafe gegen den Berufsverbrecher endgültig bestätigt. Das sind gute Nachrichten für die betrogenen Anleger. Unter massiven Presseeinsatz und mit bezahlten Artikeln hatte der Ganove Michael Turgut in jüngster Vergangenheit noch versucht, die Öffentlichkeit zu täuschen und zu manipulieren. Denn Michael Turgut ist ein Betrüger.

:gerlachreport hatte in zahlreichen Berichten die ungeheuerlichen Betrügereien des Knastbruders und seines Netzwerkes beschrieben. GTurgut hatte daraufhin mit Geldern seiner Anleger tausende Euros für Rechtsanwälte ausgegeben, die die negativen Berichte über ihn löschen sollten. :gerlachreport selbst ist niemals Ziel gerichtlicher Auseinandersetzungen gewesen. Schlicht, weil die Berichte stimmen.

Der Berufsverbrecher Michael Turgut hat derzeit noch vier offene Strafverfahren. Die Staatsanwaltschaft in Marburg ermittelt gegen die Abzockereien der dubiosen SWM und deren Chef Dr. Rudolf Döring, der ein enger Gefolgsmann von Michael Turgut ist. Döring soll während der Knastzeit von Michael Turgut die Geschäfte weiterführen.

Derzeit wird schon an einem neuen Unternehmen „gebastelt“, das in einigen Monatern als „Auffangstation“ für den Ganoven Michael Turgut dienen soll. Das geht so: Mit einer vierjährigen Haftstrafe kommt Michael Turgut bereits in absehbarer Zeit in den offenen Vollzug. Kann er dann in einem unbelasteten Unternehmen einen Arbeitsplatz nachweisen, wird er „Freigänger“ und kann während des Tages seine Fäden ziehen. Nur am Abend muss er dann zurück in seine komfortable Zelle.

Seit dem 28. Oktober 2016 hatte der :gerlachreport regelmässig über Michael Turgut, den dubiosen Dr. Rudolf Döring und den Millionenbetrug der SWM berichtet. In zahlreichen Verfahren gegen den Suchdienst Google hatten Turgut und die SWM-Verbrecher die Suchergebnisse löschen lassen. Gegen die Berichte des :gerlachreport gab es jedoch keine rechtliche Handhabe.

Es geht um den Verkauf von Edelmetallen im Auftrag der in Liechtensteinansässigen Firma Swiss Wealth Management AG (SWM). Sie bietet ihren Kunden den Ankauf von Gold, Silber, Palladium und Platin an, das später bei Fremdfirmen in der Schweiz eingelagert werden soll. Die fantastischen Renditen sollen den steuerfreien Aufbau einer attraktiven Altersversorgung ermöglichen.

In Wahrheit füllen die Käufer vor allem den Vermittlern – und Michael Turgut und Dr. Rudolf Döring – die Taschen. Das zeigen Kontoauszüge, die der Redaktion vom :gerlachreport vorliegen. Einer Anlegerin, die beispielsweise 2.415 Euro in ein solches Edelmetall-Konto investierte, blieb fast nichts: 1.840 Euro wurden als „Einrichtungsgebühr“ sofort abgebucht, weitere 115 Euro als Agio eingesackt. Für den Kauf von Edelmetallen blieben gerade noch 460 Euro übrig.

Mit einer solchen Anlage ist es schon rein mathematisch unmöglich, eine Altersvorsorge zu erwirtschaften. Selbst wenn man die verbleibenden 460 Euro jährlich mit fünf Prozent verzinsen könnte, würde es 34 Jahre lang dauern, bis der Anleger wenigstens seine Einlage wieder hätte.

Solche horrende Abzüge erreicht die SWM mit einem Kunstgriff: Offiziell beträgt die „Einrichtungsgebühr“ nur 4,9 Prozent, aber sie wird auf die gesamte geplante Einzahlungssumme berechnet. Daher legen es die Vermittler – wie schon immer bei Michael Turguts Geschäften – darauf an, dass der Anleger nicht nur eine höhere Startsumme zahlt, sondern sich über lange Jahre bindet.

Die Vermittler lassen sich sogar unterschreiben, dass die Vertragslaufzeit länger sein kann, als die verbleibende Lebenszeit des Anlegers. Im Fall der bereits zitierten Anlegerin sind es 52,50 Euro, die die Frau monatlich in ihren Vertrag einzahlt. Auf absehbare Zeit werden auch sie nicht zu ihrer Altersversorgung beitragen können, denn auch von diesen Raten werden gleich wieder 35 Euro als Einrichtungsgebühr und 2,50 Euro als Agio abgezogen. Das steht auch so im Kleingedruckten des Kaufvertrags: Im Paragrafen 13 wird darauf hingewiesen, dass die gesamten Kosten der Anlage „für Entwicklung und Implementierung“ gleich zu Beginn abgezogen werden. Aber dies werde den Käufern geschickt verschleiert.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaften sich nach Recherchen des :gerlachreport „weit fortgeschritten“. Vielleicht kommt ja dann bald eine neue, gute Nachricht dazu: Michael Turgut und seine Bande wandern für weitere Jahre in den Knast.

Der Kapitalschwarzmarkt und der Graumarkt werden dann zumindest ein wenig sauberer.

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