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Autark

"Erpressung" bei "Wallace": Die ganze Wahrheit

Auch Pressesprecher Michael Mohr wegen Rufmord im Visier der Staatsanwaltschaft

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So wurden Investoren abgezockt · "Wallace" am Ende

Michael Mohr ist der Verbreiter von Lügen und Rufmordkampagnen. Beim Berufsverbrecher Stefan Kühn träumte er von einem Millionenumsatz. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft

Gegen den "Pressesprecher" des Musicals "Wallace", Michael Mohr, ist bei der Staatsanwaltschaft Wuppertal Strafanzeige gestellt worden. Mohr hatte im Zuge der später widerrufenen Absage des Musicals im "Theater am Marientor" (TaM) behauptet, dass Theater sei um 2,5 Millionen Euro "erpresst" worden. Einen Beweis hierfür gibt es nicht. Es ist eine Lüge. Dahinter steckt niemand anders als der Berufsverbrecher Stefan Kühn, alias Stefan Koschate.

Die Staatsanwaltschaft Dortmund ermittelt umfangreich gegen Kühn und seine Ehefrau Sabine Kühn, die als Geschäftsführerin der "Theaters am Marientor" für Bilanzfälschungen und frisierte Bücher verantwortlich war. Bei den Ermittlungen von Staatsanwalt Arkadius Wyrwoll geht auch um die Pleite der Autark-Gruppe: 3.500 Anleger wurden um mehr als 50 Millionen Euro geprellt. Sabine und Stefan Kühn haben das Geld zumeist privat verbraucht.

Die Autark-Gruppe ging pleite. Und wie ein Phoenix aus der Asche wurde die neue Autark Entertainment Group AG aus der Taufe gehoben. Um die Staatsanwaltschaft Dortmund zu täuschen, wurden die Nachrangdarlehn der Autark-Anleger "in Aktien getauscht". Obwohl hunderte Arreste gegen Kühn und seine Ehefrau vorlagen, wurde weiter betrogen.

So wurden die Eigentumsverhältnisse des "Theater am Marientor" solange verschoben - von einer Karibikinsel bis hin ins Dickicht der Kühnschen Unternehmungen und Genossenschaften, dass Zwangsvollstreckungen ins Leere liefen. Versteckte Treuhandkonten wickelten die illegalen Geldtransfers ab.

Doch damit nicht genug: Die betrogenen Autark-Anleger mussten einen Beweis dafür bekommen, dass die neue Autark Entertainment Group AG auch "Gewinne" erwirtschaften kann. Das mehrfach abgelehnte und international eher unterklassige Musical "Braveheart" (eine Eigenproduktion des vorbestraften künstlerischen Leiters Wolfgang DeMarco) wurde in "Wallace" umgetauft und die Proben begannen.

Stefan Kühn verhökerte in großen Mengen illegal Aktien der Autark Entertainment Group AG: Ohne eine Zulassung wurden Investoren und Anleger abgezockt. Mit einem gefälschten Wertgutachten wurde der tatsächliche Wert des Unternehmens künstlich nach oben gepusht. Stefan Kühns Düsseldorfer Strafverteidiger Dr. Johannes Zimmermann warnte: "Sie werden dafür verhaftet".

Kühn machte weiter: Er wollte den deutschen Marktführer "Stage" kaufen und brauchte in den USA Hilfe. Am 9. Juni 2017 wurde deshalb die Autark LLC gegründet. Der Stage-Deal fiel wegen nicht gehaltener Zusagen ins Wasser und Stefan Kühn brauchte immer noch eine "Alternativlösung" für seine Anleger, die in Massen Strafanzeigen stellten. Die Rechnungen der Autark LLC ins sechsstelliger Höhe wurden nie bezahlt.

Am 15. Mai 2019 wurde dann die US-amerikanische Autark Entertainment Inc. (Handelsregisternummer: 7420556) gegründet. Ohne Einflussmöglichkeit von Stefan oder Sabine Kühn wurde das Unternehmen mit einem Stammkapital in Höhe von zunächst zehn Millionen US-Dollar ausgestattet. Das gesamte nominelle Aktienkapital ist auf 60 Millionen Aktien begrenzt.

Während die Autark-Anleger weiter an der Nase rumgeführt wurden, kam Stefan Kühn mit der Zulassung seiner Autark Entertainment Group AG nicht weiter. Mitte Juni 2019 wurde dann zumindest die Kapitalerhöhung auf 12 Millionen Euro für die Autark Entertainment Group AG beim Amtsgericht Dresden (HRB 27396) eingetragen. Grundlage ist ein gefälschtes Wertgutachten der "kbs KNOLL BECK AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft", das derzeit von der Staatsanwaltschaft DortmundFauseinander genommen wird.

Mit diesem Gutachten warben Stefan Kühn und seine alten Autark-Vermittler illegal neue Gelder ein. Immer noch war die Aktienzulassung nicht gewährleistet. Kühn fragte deshalb bei der Autark Entertainment Inc. nach, ob es möglich sei, die mit wertlosen Aktien abgefertigten Autark-Anleger über werthaltige Aktien der amerikanischen Autark abzusichern.

Hierfür garantierte Kühn schriftlich die Deckung der entsprechenden Kosten und weitere 2,5 Millionen Euro zum 15. September 2019. Ferner waren bis zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als 500.000 US-Dollar durch Autark Entertainment Inc. aufgewendet. Am 25. August 2019 bestätigte Stefan Kühn schriftlich die Zahlung von 2,5 Millionen Euro für die Umsetzung der Auffanggesellschaft für die Autark-Anleger, die über die Autark Entertainment Inc. abgewickelt werden sollte.

In der Folge übermittelte Kühn vom Konto der TaM Betriebsgesellschaft mbH Überweisungsträger für den angeblichen Geldtransfer für laufende Kosten. Das Geld kam nie an. Kühn teilte mit, dass die Sparkasse Duisburg Kreditlinien gekündigt habe. Weitere Überweisungsträger stellten sich Dokumentenfälschung dar. Die Rechtsabteilung der Sparkasse prüft derzeit eigene strafrechtliche Schritte gegen Stefan Kühn.

Die Autark Entertainment Inc. veranlasste daraufhin sofort eine unabhängige Prüfung der von Stefan Kühn eingereichten Unterlagen. Kühn wurde informiert, dass die "Weltpremiere" von "Wallace" abgesagt werden muss, da die finanzielle Sicherstellung des Projektes nicht gewährleistet ist. Die direkten Arbeiten für die deutsche Autark Entertainment wurden eingestellt, offene Forderungen fällig gestellt.

Der über OTS veröffentlichte Artikel, der später als "Fälschung" abgetan wurde, ist von Stefan Kühn veranlasst, korrigiert und versendet worden. Einen "Hack" kann es gar nicht geben, weil das System der Deutschen Presseagentur so etwas gar nicht zulässt.

Tatsächlich ist die Meldung über das LogIn der E-Mail-Adresse "s.kuehn@autark-entertainment.com" ins System gestellt worden. Nur Stefan Kühn hat hierfür die Zugangsdaten. Ziel war es, wie heute aus dem Umkreis von Stefan Kühn zu erfahren ist, den schleppenden Vorverkauf von "Wallace" durch eine entsprechende Pressekampagne und die damit verbundenen Dementis öffentlichkeitswirksam zu nutzen. Große Zeitungen und Online-Portale wie die "WAZ" oder "Rheinischen Post" sind darauf reingefallen.

Dabei ist der Inhalt der von OTS-veröffentlichten Pressemitteilung korrekt: "Wallace", so viel steht heute fest, wird nicht aufgeführt werden können. Das dafür benötigte Kapital von rund zehn Millionen Euro ist nicht vorhanden. Das Ensemble wird nicht bezahlt werden können.

Die Veröffentlichung der Pressemitteilung und die Dementis haben einfache Ziele: Das Scheitern des Musicals vor Investoren und "Aktionären" zu rechtfertigen. Das Verschwinden von rund 20 Millionen Euro, die Stefan Kühn und seine Vertriebsmannschaft bisher eingesammelt haben, soll verschleiert und seine möglicherweise bevorstehende Verhaftung wegen der Schuld anderer, die mit den Vorgängen gar nichts zu tun haben, "salonfähig" gemacht werden.

Michael Mohr, Chef des Kleinunternehmens Mohrs Büro GmbH in der Paulstrasse 11 in Remscheid, ist nur einer der "nützlichen Idioten" aus dem Umfeld von Stefan Kühn, die den Kopf für seine kriminellen Methoden hinhalten. Mohr ist ein unterdurchschnittlicher Medienmann, der seit 2011 keine Bilanz mehr eingereicht hat. Sein durchschnittliches Jahreseinkommen lag bisher bei knapp 40.000 Euro Jahresumsatz. Sein Büro liegt in einer Privatwohnung. Stefan Kühn ist der größte Kunde seiner Unternehmensgeschichte.

Bei der Autark und Stefan Kühn darf Michael Mohr für seine Arbeit für "Wallace" rund 1,6 Millionen Euro abrechnen. Die Hälfte davon, so viel hat Kühn verraten, kassiert er von Michael Mohr wieder ein. Wenn überhaupt Geld da ist. Das ist auch die übliche Vorgehensweise des Berufsverbrechers Stefan Kühn, alias Stefan Koschate.

Michael Mohr hat jetzt ein Strafverfahren am Hals. Für Stefan Kühn "ein üblicher Kollateralschaden". Aber wie lautet das Motto von Mohrs Website: "Elvis has left the building." Der Mann dürfte das Theater jetzt verlassen.

Autark-Opfer können sich direkt an ceo@autarkentertainment.com wenden.


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