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OneCoin

Exklusiv: Ermittler haben Dr. Ruja Ignatova gefunden

Die Vereinigten Staaten arbeiten an einer direkten Überstellung nach New York

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Dr. Ruja Ignatova verbringt ihre letzten freien Tage. Ermittler haben sie gefunden. Jetzt wird geplant, wie sie in die USA ausgeliefert werden kann

Die Chefin des OneCoin-Betruges, Dr. Ruja Ignatova ist gefunden. Das bestätigten Ermittler in New York dem :gerlachreport. Bestätigt wurde auch, dass die als "Cryptoqueen" tituliert "Erfinderin" unter falschem Namen und verändertem Äußerem "kaum noch zu erkennen ist". Ihr Aufenthaltsort bleibt derzeit noch geheim.

Nur wenige Tage nach der Festnahme ihres Bruders Konstantin Ignatov in Los Angeles, haben Fahnder des FBI in Zusammenarbeit mit Interpol die "Cryproqueen" Dr. Ruja Ignatova ausfindig gemacht. Sie soll, so erfuhr :gerlachreport, "kurzfristig festgesetzt werden".

Derzeit ist Ignatova offenbar noch auf freiem Fuß. Da in den USA eine öffentliche Anklage gegen die OneCoin-Chefin vorliegt, haben die US-amerikanischen Ermittler auch die Möglichkeit, den aus der Anklage resultierenden Haftbefehl weltweit umzusetzen und Ignatova in die USA ausliefern zu lassen.

Gegenüber :gerlachreport bestätigte ein Ermittler: "Wir können nicht einfach in ein Land reisen und eine Verhaftung vornehmen. Hier müssen internationale Regeln und Absprachen eingehalten werden. Wir müssen auch beachten, ob wir mit dem jeweiligen Land ein Auslieferungsabkommen haben und ob wir dieses auch anwenden dürfen."

Im Klartext: Ignatova befindet sich offenbar in einem Land, mit dem die USA kein Auslieferungsabkommen hat. In solchen Fällen werden in der Regel Eingreifkommandos in das jeweilige Land geschickt und die gesuchten in einem Privaten Flugzeug in die USA gebracht. Selbst wenn das zu politischen oder diplomatischen Verwerfungen führen kann, ist dieses die am häufigsten umgesetzte Maßnahme. Zumal es in einem besonderen "öffentlichen Interesse der USA ist, dass Ruja Ignatova verhaftet wird."

Bestätigt ist aber, dass Dr. Ruja Ignatova unter einem falschen Namen mit einem Pass lebt, der nicht aus Deutschland oder Bulgarien stammt. Damit sind Berichte des :gerlachreport verifiziert, dass Ignatova, als ihr der Boden zu heiß wurde, sich für 300.000 Euro einen neuen Pass besorgt hat. Ob es sich tatsächlich um einen echten ukrainischen Pass mit falschem Namen handelt, wie berichtet, wurde weder bestätigt, noch dementiert.

Sollte sich jedoch bestätigen, dass Dr. Ruja Ignatova unter falschem Namen lebt, könnte sich ihre Verhaftung, so heißt es in Ermittlerkreisen, noch "verzögern", da erst Beweismittel in Bulgarien und Deutschland herangezogen werden müssen, um die Identität zu bestätigen.

Die Chance, dass Dr. Ruja Ignatova den Fahndern noch entkommen könnte, ist ausgeschlossen: "Sie steht rund um die Uhr unter Beobachtung und die Ermittlungen sind nahezu abgeschlossen", heißt es.

Ob Aussagen des festgenommenen Bruder Konstantin Ignatov auf die Spur zu Ruja Ignatova geführt haben, ist ebenfalls weder dementiert, noch bestätigt.

Unter dem Geschäftszeichen S4 17 Cr. 630 liegt die Anklage der Vereinigten Staaten im Southern District of New York vor. Die elfseitige Anklageschrift deckt sich wesentlich mit der Klage gegen ihren Bruder. Neben Betrug stehen Geldwäsche und illegale Marktmanipulationen in der Gerichtsunterlage.

Weite Teile der Anklageschrift sind derzeit noch versiegelt. Damit wollen die Ermittler verhindern, dass detaillierte Sachverhalte bekannt werden und die Beklagten Beweismittel vernichten, verändern oder Zeugen einschüchtern.

So viel steht fest: Kommt es zu einer Verurteilung, womit gerechnet werden muss, bedeutet dieses lebenslänglich. Dr. Ruja Ignatova verbringt also ihre letzten freien Tage - und die Ermittler schauen dabei zu.

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