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OneCoin

90 Jahre Knast: Konstantin Ignatov hat ausgepackt!

Zeugenschutz: Er muss die Wahrheit sagen, sonst ist der Deal vom Tisch

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Der Deal von Konstantin Ignatov: Er wird nur noch wegen krimineller Steuerhinterziehung verfolgt

Es ist eine einfache Rechnung: OneCoin-Boss Konstantin Ignatov sollte für 90 Jahre in den Knast. Das geht aus einem Schreiben hervor, dass :gerlachreport vorliegt. Bei diesen Aussichten hat Konstantin Ignatov ausgepackt und einen Deal gemacht: Damit wird OneCoin final vernichtet.

In einem Schreiben an den Verteidiger von Konstantin Ignatov vom 27. September hat der Staatsanwalt den Deal zusammengefasst, den Ignatov eigenhändig unterschrieben hat. Vier Anklagepunkte hätten dem OneCoin-Boss eine Gesamtfreiheitsstrafe von 90 Jahren eingebracht - das wäre gleichbedeutend mit der Todesstrafe. Selbst wenn Ignatov wegen guter Führung vorzeitig entlassen würde, er wäre ein alter Mann.

Bei diesen Aussichten hat Ignatov ausgepackt:

· Sämtliche Guthaben, Wertgegenstände und Vermögen, die OneCoin oder ein angeschlossenes Unternehmen in den USA hat, werden abgetreten. Auf jegliche Ersatzansprüche wird verzichtet.

· Konstantin Ignatov wird bei der Aufklärung des Milliardenbetruges "ehrlich und komplett" alle Informationen, Hintergründe und geheime Ansprachen aufdecken und die Arbeit der Staatsanwaltschaft "aktiv unterstützen".

· Konstantin Ignatov wird das FBI und internationale Ermittler bei seiner Arbeit "aktiv unterstützen". Dazu gehören alle Informationen über seine Schwester Raja und die gesamte und ehemalige Führungsmannschaft.

· Konstantin Ignatov wird die Steuerbehörde IRS (Internal Revenue Service) bei Recherchen von Geldwäsche, illegalen Geldgeschäften, Steuerhinterziehungen und weiteren Ermittlungen unterstützen.

· Konstantin Ignatov wird bei wichtigen Verhören, Ermittlungen und neuen Sachverhalten persönlich bei Befragungen und Verhören anwesend sein, um die Staatsanwälte, Ermittler und Spezialkräfte zu unterstützen.

· Konstantin Ignatov wird ein vollumfängliches Geständnis ablegen und alle Personen benennen, die mittel- und unmittelbar Teil des OneCoin/OneLife-Betrugssystems sind. Das schließt auch alle Personen und Strukturen weltweit ein. Dieser Punkt ist besonders zu beachten, weil die US-amerikanischen Ermittler auch in anderen Ländern zugreifen können.

· Konstantin Ignatov verpflichtet sich, keine weiteren Straftaten zu begehen.

Im Gegenzug verzichtet die Staatsanwaltschaft darauf, Konstantin Ignatov wegen Vergehen zu verurteilen, die mittel- oder unmittelbar mit dem Betrugssystem OneCoin zu tun haben. Dazu gehören Bankbetrug, illegale Transaktionen und alle anderen Straftaten, die mit OneCoin zu tun haben.

Einziger Wermutstropfen: Konstantin Ignatov wird wegen krimineller Steuervergehen unter Anklage gestellt - damit kann er mit einem "blauen Auge" davon kommen.

Die Staatsanwaltschaft stellt in dem Deal auch fest, dass durch den Deal Ignatov direkter Gewalt und Bedrohung ausgesetzt sein wird. Aus diesem Grunde kann Ignatov, seiner Familie (die nicht bei OneCoin verstrickt sind) und "allen, die er liebt", ein besonderer Schutz gewährt werden. Das kommt nach amerikanischem Recht einem Zeugenschutzprogramm gleich, bei dem wichtige Zeugen auch eine neue Identität bekommen können. Bei Konstantin dürften seine Tattoes ein Problem sein.

Die Qualität der Zusammenarbeit wird am Ende über das Urteil entscheiden, das ausschließlich durch das Gericht getroffen wird.

Doch der ganze Deal hat entscheidende Hürden: Sollten die Ermittler an irgendeiner Stelle feststellen, dass Konstantin Ignatov nicht die Wahrheit gesagt hat, Dinge verschwieg oder wichtige Details nicht beitragen kann, ist der Handel hinfällig. Damit ist klar, dass das Betrugsnetzwerk OneCoin/OneLife final zerstört ist.

Gleichzeitig bekennt sich Ignatov in allen Punkten schuldig.

Konstantin Ignatov hat den Deal im Beisein seines Anwaltes am 4. Oktober 2019 unterzeichnet.

Der Deal des Konstantin Ignatov

IgnatovDeal.pdf (717,6 KiB)

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