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Autark

Jörg Platen bietet sich jetzt als "Informant" an

Im Gegenzug sollte :gerlachreport die Berichte über seine Schandtaten löschen

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Als "Freund" wollte Jörg Platen vertrauliche Informationen und Unterlagen liefern. Im Gegenzug sollte die Redaktion die Artikel über ihn und seine Ehefrau Karin Schönberger aus der Veröffentlichung nehmen

Das hat sich Jörg Platen gut ausgedacht: Für den :gerlachreport wollte er im Rahmen der Pleite um das "Theater am Marientor" den "Informanten" spielen. Unterlagen, Dokumente und "Beweise" wollte er besorgen. Im Gegenzug sollten dann negative Berichte über ihn dauerhaft von der Webseite gelöscht werden. :gerlachreport hat das Angebot, das über einen Mittelsmann erfolgte, abgelehnt.

Bis jetzt steht noch nicht fest, ob das als "Weltpremiere" angekündigte Musical "Wallace" tatsächlich noch aufgeführt werden wird oder nicht. Nach der Insolvenz der TaM Betriebsgesellschaft mbH hat der vorläufige Insolvenzverwalter Antoniadis zwar von einer Fortführung des Betriebes gesprochen, tatsächlich dürfte hierbei aber Wunsch vor Fakten gehen.

Das jedenfalls hat der Geschäftsführer der TaM Betriebsgesellschaft mbH, Jörg Platen, gesagt. "Es gibt kein Geld und ich habe keine Idee, woher es kommen soll. Vielleicht gibt es noch eine Premiere, aber die Karten verkaufen sich nicht."

Nach seiner Einschätzung "kann und wird es keine Fortsetzung des Theaters am Marientor geben". :gerlachreport hatte über die bevorstehende Pleite und die Entwicklungen ausführlich berichtet. Die Redaktion hatte frühzeitig gewarnt.

Jörg Platen ("ich kenne mich eigentlich nur im Immobilienbereich aus") spielt eine besonderen Rolle im Wallace-Skandal. Als längst feststand, dass es kein Geld geben wird, unterschrieb er noch teure Verträge und gab für tausende Euros Maßnahmen frei. Heute sagt er, dass er retten wollte, was nicht mehr zu retten gewesen sei. Insgesamt soll Platen Zahlungsverpflichtungen in Höhe von mehr als 2,5 Millionen Euro für die TaM Betriebsgesellschaft mbH unterschrieben haben.

Als Geschäftsführer haftet er auch persönlich, weil er wusste, dass die Kassen leer waren und leer bleiben würden. Angebliche Investoren blieben aus, weil es sie gar nicht gab. Das wird auch der Insolvenzverwalter feststellen.

Autark-Boss Stefan Kühn und der dubiose Wirtschaftsprüfer Professor Dr. Heinz-Christian Knoll hatten zwar Millionen versprochen, aber Platen hat unterschrieben. Und er wird beweisen müssen, dass er sich "ausreichend und umfassend" über die "tatsächlichen Begebenheiten" informiert hat.

Er hat es nicht.

Und nicht nur das: Als Geschäftsführer der inzwischen in der Versenkung verschwundene TAMRA GmbH (in Gründung) hat er eine weitere Zahlungsverpflichtung in Höhe von zwei Millionen Euro unterschrieben. Auch hier hat er mit Stefan Kühn zusammen gearbeitet. Auch hier wussten beide, dass die zwei Millionen Euro nicht da sind. Kühn argumentiert inzwischen, dass Knoll den Kauf eines Unternehmens zu diesem Preis freigegeben haben soll. Aber der weiß offenbar von nichts. Knoll lässt sich in dieser Sache seit Tagen verleugnen. Platen und Kühn sind inzwischen auf Zahlung verklagt.

Mehr noch: Zahlreiche Lieferanten und Dienstleister, die für das Musical "Wallace" in Vorleistung getreten sind, fordern umgehend ihr Geld. Ein Werbeunternehmen verlangt mehr als 1,1 Millionen Euro, eine andere Werbeagentur läuft einem sechsstelligen Betrag hinterher. Die offenen Rechnungen stapeln sich. :gerlachreport erfuhr, dass man sich persönlich an "die Verantwortlichen" halten wolle. Das klingt wie eine Drohung.

Für Jörg Platen, der eigentlich mittellos ist, sind diese Vorgänge existenzgefährdend. Im Autark-Gestrüpp kämpft inzwischen jeder gegen jeden. Es wird viel schmutzige Wäsche in Duisburg gewaschen und alle zeigen auf den Geschäftsführer.

Staatsanwaltschaft, Insolvenzverwalter und Gerichte werden nicht nur prüfen, ob Platen der "nützliche Idiot" von Stefan Kühn ist oder war. Sie interessieren sich für die Haftung, die er als Geschäftsführer zu tragen hat. Als Voll-Kaufmann wusste er jederzeit, was er tat.

:gerlachreport hat umfassend berichtet. Die Lügen, leeren Versprechungen und das Desaster, das Jörg Platen und seine Mannen angerichtet haben, waren und sind Thema. Da wunderte es nicht, dass er sich jetzt als Informant anbot.

Als "Freund" wollte er vertrauliche Informationen und Unterlagen liefern. Im Gegenzug sollte die Redaktion die Artikel über ihn und seine Ehefrau Karin Schönberger aus der Veröffentlichung nehmen. Das hat die Redaktion abgelehnt. Es folgte die übliche unflätige Schimpfkanonade. Über einen ähnlichen Vorgang hatte der :gerlachreport schon berichtet.

Den Insolvenzverwalter wird jetzt interessieren, warum sich Jörg Platen als "Informant" anbietet und was er als "Informationen" verraten möchte und kann - für welchen Preis auch immer. Als Geschäftsführer hat Jörg Platen eine besondere Treuepflicht. Auch in einer Insolvenz.

Zu den wichtigen "Informationen", die er :gerlachreport zur Verfügung stellte, gehörte dann auch die Mitteilung, dass er sich nach der Verkündung der Insolvenz erst einmal krank gemeldet hat.

Daraus lässt sich aber keine Geschichte machen.

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