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Autark

Kein Witz: Stefan Kühn kennt seinen Musical-Star nicht

Aus Angst vor Berichten im :gerlachreport: Ensemble-Meeting wurde abgesagt

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Hauptdarstellerin Jil Clesse wollte die Wahrheit über das Chaos im "Theater am Marientor erfahren. Autark-Boss Stefan Kühn kannte nicht einmal seine Hauptdarstellerin. Sie durfte das Büro verlassen

Das Chaos in "Theater am Marientor" nimmt immer schrillere Formen an. Nachdem die angekündigte Besprechung zwischen Theaterleitung, Unternehmensführung und dem Ensemble abgesagt wurde, kam heraus, dass Theater-Boss Stefan Kühn nicht einmal seine eigene Hauptdarstellerin Jil Clesse kennt.

Eigentlich wollten die Geschäftsführung des Theaters, Autark-Boss Stefan Kühn, der "künstlerische Direktor" Wolfgang DeMarco und natürlich Überflieger und heimlicher Strippenzieher Professor Dr. Heinz-Christian Knoll pünktlich um 15 Uhr mit dem gesamten Ensemble zusammen kommen.

Beim Musical "Wallace" gab es viel zu besprechen. Die Meldungen über "finanzielle Schieflagen", "Absagen", "Erpressungen" und angebliche "Rückzüge von Investoren" machten einmal mehr die Runde.

Der mediale Vollidiot Michael Mohr, inzwischen offizieller "Versprecher" des Theaters, hatte bereits einem Reporter des Westdeutschen Rundfunks (WDR) gesteckt, dass "nur 2.000 Karten verkauft" sind, Autark-Boss Stefan Kühn "abgeschossen sei" und "nur wegen der Kosmetik der kommende Dienstag als offizieller Schlusstag" des Musicals "ins Auge gefasst sei".

Die Stimmung im Ensemble war entsprechend. Viele waren extra nach Duisburg gezogen, ihre Karrieren stehen auf dem Spiel, von den finanziellen Katastrophen ganz zu schweigen. Denn es ist mehr als unwahrscheinlich, dass jetzt am Monatsende noch einmal Honorare und Gehälter gezahlt werden können.

Dann Mohrs "offizielle Meldung", dass das Meeting "ausfallen müsse". Begründung: Geschäftsleitung und Management hätten sich zur Absage "gezwungen gesehen, weil alles, was passiert, sowieso im :gerlachreport landet."

Diese unqualifizierte Ausrede wollte Hauptdarstellerin Jil Clesse nicht akzeptieren. Die 29jährige Luxemburgerin, die bei "Wallace" Königin Margareth von Frankreich spielt, stürmte in den zweiten Stock des Theaters. Der als "Elfenbeinturm" bekannte Theaterbereich dient Stefan Kühn als Büro und Schaltzentrale seiner Betrügereien.

Ohne anzuklopfen stellte die Königin Margarethe Boss Kühn zur Rede: "Was ist hier eigentlich los?". Stefan Kühn, so berichten Augenzeugen, habe zunächst irritiert auf seine tobende Darstellerin geschaut, um dann den "offiziellen" Theaterchef Jörg Platen zu fragen: "Wer ist das?"

Platen war in diesem Moment noch nüchtern genug, um die richtige Antwort zu geben: "Das ist Ihre Hauptdarstellerin, Frau Jil Clesse. Frau Clesse, Herr Kühn".

Die Königin wurde ohne Antwort aus dem Büro entlassen.

Es machte schnell die Runde, dass Theaterchef Platen seinen Alkoholpegel auf den üblichen 15-Uhr-Stand brachte, während Versprecher Michael Mohr vom Hof schlich. Auch gegenüber anderen Ensemble-Mitgliedern fiel ihm keine neue Lüge ein. Man möge sich bis zum kommenden Dienstag gedulden.

Jil Clesse wird dieses theaterreife Erlebnis sicherlich in ihrem ganzen Leben nicht vergessen. Sie sollte einmal ihren Agenten Thomas Scheulen zur Rede stellen. Scheulen, Chef der "Agentur für Künstler-Betreuung Thomas Scheulen", war frühzeitig vom :gerlachreport über die Schieflage beim Musical "Wallace" informiert worden. Die Redaktion hatte ihn schriftlich um eine Stellungnahme gebeten. Scheulen leitete die E-Mail dann aber an den "künstlerischen Direktor" Wolfgang DeMarco weiter, der umgehend, Fleißkärtchen sammelnd, Theater-Boss Stefan Kühn informierte.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt hätte Kühn seine Hauptdarstellerin kennen müssen. Es war der 2. Oktober.

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