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OneCoin

Knacki Konstantin Ignatov und seine 30.000 Fans

Bei dieser Saudumm-Aktion lachen sich nur die Ermittler und Gerichte schlapp

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Mehr als 30.000 unverbesserliche Jünger des OneCoin/OneLife-Betrugssystems verkünden ihre Solidarität mit dem OneCoin-Ganoven

Konstantin Ignatov sitzt in New York im Knast. Das ist gut so. Doch seine Jünger wollen das nicht akzeptieren: Mehr als 30.000 Unterschriften gibt es inzwischen bei www.free-konstantin.org. Die Aktion ist ein Rohrkrepierer: Ignatov kann bis 80 Jahre im Knast bleiben. Daran ändert sich nichts, selbst wenn Millionen unterzeichnen.

Die Idiotie der Kampagne "Make Konstantin Smile More!" (Lass Konstantin mehr lachen) wird dann offenkundig, wenn man weiß, dass der Kopf des Milliarden-Betrugssystems in einem der übelsten Knäste Amerikas steckt. Da gibt es weder Internet, kaum Post, keine Zeitungen, noch andere Kommunikationsmöglichkeiten. Wie soll Igantov also das Ergebnis der Kampagne je kennenlernen?

Mehr als 30.000 unverbesserliche Jünger des OneCoin/OneLife-Betrugssystems verkünden ihre Solidarität. Die Frage ist: Solidarität für einen Millionenbetrüger, der Tausende abgezockt hat? Solidarität für ein Mafia-Mitglied? Solidarität für jemanden, der keine Skrupel hat? Solidarität für einen Berufsverbrecher?

Konstantin Ignatov wird von der amerikanischen Justiz weichgekocht. Man will von ihm wissen, wo seine Schwester ist, gegen die ebenfalls in New York ermittelt wird. Man will Informationen über die Hintermänner und Hinterfrauen, die geheimen Konten und Geldverstecke. Denn mehr als 600 Millionen Euro sind bis jetzt noch nicht wieder aufgetaucht.

Konstantin Ignatov, da sind sich die Ermittler sicher, wird auspacken. Denn niemand hält diesen Knast aus: Drogenhändler, Gewaltverbrecher. Vielleicht wird Ignatov längst als Lustjunge durch die Abteilungen gereicht und sein Hinterteil bekommt einschlägige Tätowierungen. Vor den Augen des Wachpersonals. Auch das ist ein Weg des Brechens.

Vielleicht habe seine Jünger auch einfach nur etwas Weitsicht und Verständnis für den Mann, der so gerne Menschenfreund sein wollte, wenn er lächelnde Kinder (zumeist aus Afrika) telegen in die Kamera hielt. Wer in die Mühlen des amerikanischen Knasts gerät, kann ein Lächeln gut gebrauchen. Da lohnt sich die Unterschrift, auch wenn Konstantin Igantov diese niemals sehen wird.

Natürlich hat diese Aktion einen praktischen Nutzwert: Nie war es einfacher, über E-Mail-Adressen und Namen die Struktur und das System OneCoin/OneLife zu erforschen. Ermittler aus aller Welt haben längst die Datenbanken der Aktion #freekonstantin, #onelifematters #regulatenotspeculate und "free-konstantin.org" infiltriert.

Der Betreiber der Internetseite www.change.org, bei dem die Petition "Free Konstantin Inatov"läuft, hat bereits die ersten Datensätze übergeben. Die Ermittler mussten nicht einmal die gerichtlichen Verfügungen präsentieren.

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