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OneCoin

Konstantin Ignatov: Dümmste Erklärung des Jahres

Was er auch nicht sagt: Wo sind die Millionen der Investoren und Anleger geblieben?

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Mit einer mehr als zweiminütigen Stellungnahme zur Berichterstattung des :gerlachreport hat Konstantin Ignatov eines der größten PR-Desaster des Betrugsnetzwerkes initiiert

Wäre es nicht so traurig, man müsste über diesen idiotischen Konstantin Ignatov einfach nur lachen. In einer 2:22 Minuten langen Stellungnahme hat der OneCoin-Vorturner zur Berichterstattung des :gerlachreport Stellung bezogen. Gesagt hat er - nichts. Der Auftritt des Bruders der untergetauchten OneCoin-Chefin Dr. Ruja Ignatova, die mit echtem Pass unter falschem Namen lebt, dürfte als eines der größten PR-Desaster des Betrugsnetzwerkes in die Geschichte eingehen. Kein Wort zu den Vorwürfen gegen Konstantin Ignatov. Kein Wort zu den strafrechtlichen Ermittlungen. Kein Wort zur internationalen Suche nach dem derzeitigen Kopf des Betrugsnetzwerkes und vor allem: Kein Wort an die OneCoin-Opfer, die auch durch seine kriminellen Handlungen ihr Geld verloren haben. Der Schaden von OneCoin/OneLife geht weit über die Milliardengrenze hinaus.

Das Video, das auf Youtube veröffentlicht wurde, zeigen wir an dieser Stelle gerne.

Rechtsschreibkurs für den :gerlachreport

Der Mann hat wirklich nichts zu sagen

Konstantin Ignatov gibt an, den Beitrag aus Sofia zu senden. Einen Beweis hierfür gibt es nicht. Recherchen vom :gerlachreport in Sofia haben ergeben, dass der gesuchte Berufsverbrecher nicht in Bulgarien ist. Entsprechende Ergebnisse wurden auch von der ermittelnden Staatsanwaltschaft bestätigt: „Wir haben keinen Hinweis, dass Konstantin Ignatov in Sofia ist - wir hätten ihn auch gerne“, heißt es.

Konstantin Ignatov ist nach den berichten im :gerlachreport von seiner deutschsprachigen Anhängerschaft um eine Stellungnahme gebeten worden. Weil für ihn der „Tag nur 24 Stunden hat“, will er jedoch zu den Vorwürfen gar nichts sagen. Und tut es trotzdem: Er bietet der Redaktion einen Rechtsschreibkurs an, weil ein Druckfehler oder ein Komma-Fehler eben wichtiger sind, als der Vorwurf des gewerbsmässigen Betruges, der Geldwäsche, des bandenmässigen Diebstahls und der Mitgliedschaft in einer bulgarischen Mafia-Organisation.

Und vor allem: Wo die Millionen der Investoren und Anleger geblieben sind. Und wann die Betrogenen endlich ihr Geld wiederbekommen. Stattdessen schwadroniert der tätowierte Vollkoffer über sein angebliches Studium der Germanistik und möchte uns zeigen, wie man Polizei richtig schreibt. Damit kennt der Ganove sich aus.

Und dann kommt es: Er sei selbst in Deutschland groß geworden und sei „immer mit offenen Armen aufgenommen worden“. Und dann wirft er dem :gerlachreport vor, „eine Plattform der Intoleranz“ zu sein. Genau das ist der :gerlachreport eben nicht. Wir wollen, dass Konstantin Ignatov mit offenen Armen aufgenommen wird - auf dem Weg in den Knast. Und wir wollen, dass keine Mafia-Banden hart arbeitende Menschen und Rentner mit hohlem Gequatsche abzocken.

Und dann macht er trotzdem Werbung für den :gerlachreport und forderte seine Anhänger auf, nichts auf die berichte zu reagieren. Ein Mann wie Ignatov muss die Wahrheit fürchten. Und sein Hinweis, man möge ihm doch einfach sagen, wenn er etwas falsch macht, ist schlicht arrogant. Damit beweist er, dass ihm die berichte über die Schicksale der Menschen egal sind.

Er will sich zu einem „Online-Webinar“ treffen und Rede und Antwort stehen. Sein Problem: Was will man mit einem solchen Ganoven ohne Anstand, Werte und Empathie für die Opfer besprechen? Aber die Kritiker von Konstantin Ignatov verbreiten nach seiner Lesart ja ohnehin „nur Quatsch“. Weil sie OneCoin/OneLife „ärgern wollen“.

Vielleicht sollten wir das Gespräch suchen - dann kann er uns verraten, wo sich seine Schwester versteckt. Das würde Interpol auch gerne wissen. Das Problem: Der Mann hat wirklich nichts zu sagen. In jeder Beziehung.

Oder er darf es nicht.

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