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Autark

Peter Buck: Die ganz schmutzigen Autark-Geschäfte

Kein Witz: Bram ten Hove und Stefan Kühn kaufen ohne Geld ein wertloses Theater

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Peter Buck beantwortet Fragen, die niemand gestellt hat. Er wird wissen, warum. Drei Millionen Euro will er für das ruinöse Rhein-Main-Theater. Aber niemand kann die Kaufsumme bezahlen

Peter O. Buck, Vorstand der Fränkel AG in Friedrichshafen am Bodensee, ist ein alter Hase, der sich in der Immobilienwelt gut auskennt. Knapp 35 Jahre lang hat er als solider Mittelständler an seinem guten Ruf gearbeitet. Der ist jetzt wohl dahin. Dem Berufsverbrecher Stefan Kühn und seinen krummen Geschäften sei Dank. Und natürlich der unendlichen Gier. Es geht um das marode "Rhein-Main-Theater", Millionen und der tiefe Einstieg in das kriminelle Milieu des Berufsverbrechers Stefan Kühn.

Es ist wichtig, zunächst einen Blick auf die Fränkel AG zu werfen: Mehr als 165 Millionen Euro Verbindlichkeiten drücken das Unternehmen vom Bodensee und rund 50 Millionen Schulden gegenüber "angeschlossenen" Unternehmen lassen das Bild auch nicht gerade besser erscheinen. Peter O. Buck, 1985 ins Unternehmen gekommen, bezeichnet sich heute in der Eigendarstellung als "Glücksfall". Nach dem Tod des Firmengründers übernahm Buck die Geschicke. Und machte kuriose Geschäfte. Und der Fränkel AG geht es augenscheinlich längst nicht mehr so gut.

Eines von Bucks dubiosen Geschäften ist das Rhein-Main-Theater in Niedernhausen im Taunus. Als es 1995 fertig gestellt war, freuten sich 1.566 Zuschauer auf eine glorreiche Zukunft. Theaterzüge wurden von der Deutschen Bahn von Frankfurt aus angeboten. Geschichte. Die Faszination Musical hielt gerade einmal drei Jahre. Seit nunmehr 20 Jahren ist das Theater eine heruntergekommene Investions-Ruine. Peter Buck, der alte Hase im dunklen Immobiliengeschäft, witterte dann irgendwann doch den großen Profit und übernahm den abgeranzten Schuppen.

Offiziell durfte die alteingesessene Fränkel AG mit dem wirtschaftlichen Desaster nichts zu tun haben. Besitzer wurden geschickt verschleiert, Strohmänner eingesetzt. Es ist die unendliche Geschichte von Pleiten, Pech und Pannen. Und dann kam Autark-Boss Stefan Kühn daher. Der Berufsverbrecher hatte schon lange ein Auge auf die Theater-Ruine geworfen.

Er musste und muss den betrogenen Autark-Anlegern Werte vorzeigen.

"Der einfachste und schnellste Weg ist doch, etwas ganz billig zu kaufen und ganz teuer in die Bücher zu setzen", diktierte der Berufsverbrecher ins Mikrofon. So hatte er schon aus dem Duisburger "Theater am Marientor" (TaM) aus einem 3,5 Millionen Euro Investment für das Zehnfache in die Bücher gepackt. O-Ton: "Die Differenz ist dann mein Profit". Gesagt, getan: Das Rhein-Main-Theater ist das nächste Beispiel seiner Unfähigkeit: Allenfalls 500.000 Euro wert, verpflichtete sich der Berufsverbrechers zur Zahlung von drei Millionen Euro: Mitte Oktober kaufte er mit leeren Taschen und ohne einen Cent das Theater in Niederhausen.

Mit am Tisch des Notars: Der Verkäufer Peter O. Buck und Theaterchef Bram ten Hove, der seine Unfähigkeit gerade im "Theater am Marientor" unter Beweis stellt. Ten Hove ist er auch für die Millionen-Verschiebungen der Autark-Anleger mitverantwortlich: Offiziell gehört das TaM inzwischen der kriminellen INCO Genossenschaft. Chef hier: Bram ten Hove. Und die INCO soll auch das "Rhein-Main-Theater" übernehmen, gemanagt von dem Scheinunternehmen "Autark Entertainment Group AG", die es gar nicht gibt.

Der Deal des kriminellen Dreigestirns Buch, Kühn, ten Hove: Buck kassiert zum 1. Januar 2019 "offiziell" zunächst eine Million Euro für das Theater, die restlichen zwei Millionen werden dann zu einem späteren Zeitpunkt fällig. Buck kann den Verkauf somit noch in die Bilanz für 2018 nehmen. Für die Mitarbeiter des Theaters zumindest frohe Kunde: Zum ersten Mal seit Monaten bekommen sie wieder ihr Gehalt - wahrscheinlich hat sich Buck mit dem Schein-Vertrag einen neuen Kredit geholt.

Die Keuler der INCO Genossenschaft und anderer Abzock-Unternehmen des "Entertainment-Chefs" Stefan Kühn sammeln derzeit das Geld bei gutgläubigen Anlegern ein, damit dann auch das ruinöse Theater bezahlt werden kann. Seine Tochter Laura Koschate hat schon im Ausland Unternehmen gegründet, damit die eingesammelten Gelder verschwinden können. Kühn wird 2019 zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt und braucht frisches Geld.

:gerlachreport hat bei Peter O. Buck offiziell um eine Stellungnahme zu diesen unseriösen, kriminellen Geschäften gebeten. Seine Antwort: "Die Fränkel AG hat keinerlei Geschäftsbeziehung zu Herrn Kühn bzw. dem Theater am Marientor. Das Rhein-Main-Theater ist nicht im Besitz unseres Unternehmens. Wir halten ausschließlich Wohnimmobilien und Geschäftsbauen im Raum Bodensee".

Das hatte :gerlachreport aber gar nicht gefragt. Peter O. Buck wurde um eine Stellungnahme zu folgenden Sachverhalten gebeten:

  • Welche Geschäftsbeziehungen unterhalten Sie zu dem Berufsverbrecher Stefan Kühn, alias Stefan Koschate?
  • Welche Geschäftsbeziehungen unterhalten Sie zu dem Duisburger „Theater am Marientor“?
  • Der Berufsverbrecher Stefan Kühn behauptet Besitzer des „Rhein-Main Theaters“ zu sein. Stimmt das?
  • In Duisburg wird kolportiert, dass am 1. Januar 2019 der Kaufpreis für das „Rhein-Main Theater“ fällig wird. Wie hoch ist dieser? Und stimmt diese von der Inco Genossenschaft gestreute Information?
  • Am 15. Oktober 2018 hat es ein entsprechendes Notariat mit Ihnen, Bram ten Hove und Stefan Kühn über den Verkauf des Hauses gegeben. Angeblich ist der Kaufpreis 3 Millionen Euro, wovon am 1.1.2019 eine Million Euro fällig sein soll. Stimmt das?
  • In welcher Funktion trat der Berufsverbrecher Stefan Kühn auf?
  • Wie kann ein Theater der Größenordnung „offiziell“ von einer UG mit einem Stammkapital von 1.000 Euro gehalten werden?
  • Warum liegen von dem Unternehmen Rhein-Main-Theater keine Bilanzen vor?
  • Fungieren Sie für den Berufsverbrecher Stefan Kühn als Strohmann?
  • Welche Sicherungen für die Zahlung des Kaufpreises haben Sie von wem erhalten?

Diese Fragen hat der ehrenwerte Peter O. Buck nicht beantwortet. Er wird wissen, warum.

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