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Sensus/Derivest

Pleite: So verdienen Schaller und Fürst ihre Millionen

Eigeninsolvenz ist ein Faustschlag ins Gesicht der abgezockten Derivest-Anleger

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Auf der Internetseite www.derivestschutzschirm.de gibt es Infrmationen und Wissenswertes über die Derivest-Pleite. Nur die Wahrheiten werden verschwiegen

Das haben sich die beiden Ganoven Gerhard Schaller und Markus Fürst gut ausgedacht: Derivest ist pleite und die Anleger bleiben auf der Strecke. Es ist ein neues Kapitel in der unfassbaren Betrugs-Geschichte von Sensus/Derivest. Im Klartext: So verdient man Millionen.

Am 7. November hat das Amtsgericht Hof die Insolvenz "in Eigenverwaltung" der Derivest GmbH verkündet. Wenige Tage vorher wurden in einem Schreiben die Vermittler gewarnt. Bis heute haben die Anleger von Gerhard Schaller und Markus Fürst offiziell noch keine Kenntnis von der Pleite. Unterlagen zeigen, dass mehr als 3.000 Anleger ihr Geld verloren haben. Denn bei den Millionenforderungen gegen das Gangster-Paar Gerhard Schaller und Markus Fürst wird am Ende nichts herauskommen.

"In Eigenverwaltung" ist nichts anderes als ein übler Etikettenschwindel, bei dem mit vielen klingenden Namen der versuch unternommen werden, soll, das Unvermeidliche doch noch abzuwenden: Die finale Pleite. Die gute Nachricht: Gläubiger haben jetzt noch knapp eineinhalb Wochen Zeit (Frist: 21. November 2019) gegen die Entscheidung des Amtsgerichts Hof Beschwerde einzulegen.

Zur Erinnerung: Mit einem Schneeball-System haben Schaller und Fürst die Anleger jahrelang abgezockt. Als seriöse Vermögensverwalter getarnt, haben sie über verschiedene Unternehmensgebilde Millionen umgesetzt und ins Ausland verschoben. :gerlachreport hatte frühzeitig über die Verbindungen nach Malta, Kreta, Israel und Südamerika berichtet. Mit der jetzigen Insolvenz, so der Plan der beiden Abzocker, sollen Anleger für jeden Euro nur noch zwei oder fünf Cent bekommen. Den Rest haben sich Schaller und Fürst längst in die Tasche gesteckt.

Das Ganze vor den Augen der Staatsanwaltschaft Hof, die offenbar (gegen Auflagen) das umfangreiche Strafverfahren eingestellt haben soll. Eine Bestätigung gibt es hierfür noch nicht. Es ist auch nicht klar, welches Strafverfahren angeblich eingestellt wurde.

Tatsache ist, dass ein Unternehmen, das eine Forderung von mehr als 16,5 Millionen Euro gegen Derivest, Schaller und Fürst hat, bis heute von der angeblichen Einstellung nichts weiß. Dabei hat dieses Unternehmen, nach Informationen vom :gerlachreport, das gesamte Verfahren erst in Gang gesetzt.

In einem Brief an die Vermittler haben Gerhard Schaller und Markus Fürst den aktuellen Sachstand im Fall Derivest dargestellt. Die Begründungen für die Insolvenz sind ein Treppenwitz, wie er nur von Gerhard Schaller und Markus Fürst stammen kann.

Der Brief, die Begründung, die weitere Vorgehensweise ist ein Faustschlag ins Gesicht der Anleger.

Lügen macht frei: Das Schreiben an die Vermittler

Schaller und Fürst: "Negative Kampagnen im Internet haben die Basis für eine erfolgreiche Arbeit bei unseren Projekten und Investitionen nachhaltig zerstört"

Sehr geehrte(r)

mit diesem Schreiben möchten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen bei der Derivest GmbH sowie über unsere Aktivitäten zur Rückführung der Anlegergelder informieren.

Wie wir in der Vergangenheit berichteten, haben die im Oktober 2016 von der Staatsanwaltschaft Hof eingeleiteten Ermittlungsverfahren gegen die Herren Markus Fürst und Gerhard Schaller (welche zwischenzeitlich durch offiziellen Beschluss der Staatsanwaltschaft eingestellt wurden) sowie die negativen Kampagnen im Internet die Basis für eine erfolgreiche Arbeit bei unseren Projekten und Investitionen nachhaltig zerstört.

Um alle Anleger gleich zu behandeln und eine möglichst optimale Befriedigungsquote für unsere Anleger/Gläubiger sicherstellen zu können, haben wir in der Folge dieser Rufmordkampagne und der sich daraus ergebenden Turbulenzen (u.a. einer massiven Kündigungswelle von Seiten der Anleger) alle bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht gekündigten Darlehensverträge von unserer Seite aus per Ende März 2017 gekündigt. Seit dieser Zeit arbeiten wir unermüdlich daran, die Vermögenswerte der Derivest bestmöglich zu verwerten.

Mitten in dem bis dato erfolgreichen Verlauf dieser Bemühungen hat die Schutzgemeinschaft für Bankkunden e.V. eine Klage gegen die Regelungen zum Nachrang in unseren Darlehensverträgen geführt und erstinstanzlich auch gewonnen.

Um zu verhindern, dass wir im Falle des Obsiegens der Klägerin in der derzeit laufenden Berufungsinstanz einen Antrag auf Eröffnung eines Regelinsolvenzverfahrens stellen müssten und damit die bestmögliche Rückführung von Anlegergeldern ernsthaft gefährdet wäre, haben wir uns proaktiv entschlossen, einen Antrag auf Eigenverwaltung mit Schutzschirm beim Amtsgericht Hof zu stellen.

Der deutsche Gesetzgeber hat 2012 Regelungen für die Eigenverwaltung und den Schutzschirm gesetzlich normiert und will dadurch u.a. erreichen, dass eine schnelle Zerschlagung von Unternehmen vermieden und, wie in unserem Fall relevant, eine bestmögliche Rückführung an die Gläubiger erreicht werden kann.

Durch dieses vom Gericht begleitete Verfahren soll dem bisherigen Unternehmer – der sein Unternehmen und sein Geschäft besser kennt und versteht als jeder Fremdverwalter – die Möglichkeit gegeben werden, seinen Geschäftsbetrieb im bestmöglichen Gläubigerinteresse weiterzuführen.

Für Sie als Anleger bedeutet dies, dass die Derivest unter Aufsicht der vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Organe (dem zuständigen Richter am Amtsgericht Hof, dem Sachwalter sowie dem Gläubigerausschuss, der die Interessen der Gesamtgläubigerschaft vertritt) die Verwertung ihrer Vermögenspositionen transparent und mit dem Ziel der bestmöglichen Rückführung von Anlegergeldern weiter fortführen kann.

Konkret bedeutet dies in unserem Fall:

Antrag beim Amtsgericht Hof

Im September 2019 haben wir den Antrag auf Eröffnung eines Eigenverwaltungsverfahrens mit Schutzschirm beim Amtsgericht Hof gestellt. Eine wesentliche Voraussetzung für dieses Verfahren war die Einstellung der Ermittlungsverfahren gegen Herrn Markus Fürst und Herrn Gerhard Schaller, welches bereits Ende Juli 2019 durch die Staatsanwaltschaft Hof erfolgte.

Darüber hinaus hat das Amtsgericht Hof nach intensiver Prüfung der Voraussetzungen unserem Antrag entsprochen und das Schutzschirmverfahren im sog. vorläufigen Verfahren angeordnet. Zwischenzeitlich hat das Amtsgericht Hof auf unseren Wunsch hin den nächsten Verfahrensschritt eingeleitet und am 7. November das Verfahren eröffnet.

Es ist uns bewusst, dass wir Ihnen an dieser Stelle eine Menge Informationen zumuten. Damit Sie sich in Ruhe über das Verfahren und die Auswirkungen für Sie als Anleger informieren können, haben wir eine Internetseite: „www.derivest-schutzschirm.de“ freigeschaltet. Sie finden dort Erläuterungen und Hinweise zur Eigenverwaltung, zum Schutzschirm und zum Zeitplan des Verfahrens.

Selbstverständlich sind wir bemüht, alle Ihre darüberhinausgehenden Fragen zu beantworten. Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir nicht alle Fragen zeitgleich werden beantworten können.

Neue Unternehmensleitung

Um ein Höchstmaß an Transparenz im Sinne der Gläubiger zu gewährleisten, hat sich die bisherige Geschäftsführung von sich aus entschlossen, am Tag der Eröffnung des vorläufigen Verfahrens (6. September 2019) aus der Unternehmensleitung auszuscheiden. Ab diesem Zeitpunkt übernahm Herr Andreas Schmieg die Geschäftsführung. Der Immobilien- und Sanierungsexperte kommt von der Düsseldorfer Unternehmensberatung und Kanzlei Buchalik Brömmekamp, die die Derivest auch in allen rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Belangen des Verfahrens begleitet.

Begleitung durch Kontrollorgane

Seit Beginn des Verfahrens werden die Interessen aller Gläubiger und Anleger durch einen (vorläufigen) Gläubigerausschuss vertreten. Der für das Eigenverwaltungsverfahren vom Gericht eingesetzte (vorläufige) Gläubigerausschuss setzt sich aus insgesamt fünf Interessenvertretern zusammen.

Die Rechte und Interessen der Anleger werden neben weiteren Personen dieses Gremiums insbesondere durch die nachfolgend
aufgeführten und erfahrenen Anlegervertreter gewahrt:
1) Rechtsanwältin Kerstin Bontschev (Kanzlei Bontschev, Dresden),
2) Rechtsanwalt Prof. Dr. Julius Reiter (Kanzlei Baum Reiter & Collegen, Düsseldorf) und
3) Rechtsanwalt Ralph Veil (Kanzlei Mattil & Kollegen, München).

Ähnlich einem „Aufsichtsrat“ (einzig dem Interesse der Gesamtgläubigerschaft verpflichtet) unterstützen, überwachen und kontrollieren die Mitglieder des Gläubigerausschusses die Tätigkeit der Derivest, indem sie unsere Verwertungshandlungen von Anfang bis zum Ende begleiten.

Neben dem Gericht und dem Gläubigerausschuss wird die Geschäftsleitung der Derivest auch zu jeder Zeit durch einen sogenannten Sachwalter beaufsichtigt. In unserem Verfahren hat das Amtsgericht Hof den sanierungserfahrenen Rechtsanwalt Dr. Hans-Peter Lehner von der Kanzlei Wagner Lehner aus Regensburg zum Sachwalter bestellt. Dieser prüft vorrangig die wirtschaftliche Lage des Unternehmens und stellt sicher, dass den Anlegern und weiteren Gläubigern im Verfahren keine
Nachteile entstehen.

Gläubiger können Forderungen nun anmelden

Der Sachwalter wird zudem in den folgenden Tagen alle Anleger/Gläubiger der Derivest GmbH – unaufgefordert – anschreiben und diese zur Anmeldung ihrer Forderungen gegen die Derivest GmbH auffordern. Hierzu erhalten Sie in den nächsten Tagen ein Schreiben des Sachwalters mit ausführlichen Erläuterungen zum Anmeldungsverfahren. Im Übrigen finden Sie zur Forderungsanmeldung auch weiterführende Informationen auf unserer Homepage: „www.derivest-schutzschirm.de“.

Weitere Vorgehensweise

Wie zuvor beschrieben, arbeiten wir derzeit intensiv an der bestmöglichen Verwertung der bestehenden Vermögenswerte der Derivest. Die auf diesem Wege eingenommenen Gelder werden während des Verfahrens gesichert und im Anschluss an das Verfahren zur quotalen (und damit gleichmäßigen) Rückführung an die Gläubiger genutzt.

Im nächsten Schritt werden alle bereits eingeleiteten bzw. noch zu treffenden Verwertungsmaßnahmen in einen sogenannten „Insolvenzplan“ eingearbeitet. Dort finden alle Gläubiger zu allen Vermögenspositionen und ihrer Werthaltigkeit sowie dem Ergebnis von eventuell bereits erfolgten Verwertungshandlungen bzw. der vorgesehenen Verwertung in der Zukunft entsprechende Erläuterungen.

Ferner werden in dem Insolvenzplan konkrete Angaben zu den an die Gläubiger auszuschüttenden Quoten und Auszahlungszeitpunkte gemacht. Der Insolvenzplan wird nach heutigem Planungsstand im Frühjahr des nächsten Jahres den Gläubigern im Rahmen des sogenannten Erörterungs- und Abstimmungstermins vorgestellt und dort zur Abstimmung gestellt. Hierzu erhalten Sie – unaufgefordert – eine gesonderte Einladung vom Amtsgericht Hof. Im Übrigen möchten wir auch
an dieser Stelle nochmals auf unsere Homepage: „www.derivestschutzschirm.de“ verweisen, auf der wir regelmäßig aktuelle Informationen zum Verfahren veröffentlichen werden.

Gestatten Sie uns zum Abschluss noch den persönlichen Hinweis, dass wir uns unserer Verantwortung Ihnen und allen Anlegern gegenüber bewusst sind und uns auch weiterhin mit aller Kraft für eine bestmögliche Rückzahlung des uns anvertrauten Kapitals einsetzen werden.

Der Beschluss des Amtsgerichts Hof

IN 245/19

In dem Verfahren über den Antrag der Derivest GmbH, Thölauer Straße 13, 95615 Marktredwitz, vertreten durch den Geschäftsführer Andreas Schmieg Andreas, geboren am 19.02.1960, Prinzenallee 15, 40549 Düsseldorf, Registergericht: Amtsgericht Hof Register-Nr.: HRB 4931
- Schuldnerin -

Geschäftszweig: Das Halten und Tätigen von Vermögensanlagen und Beteiligungen, die Übernahme der Geschäftsführung, Vertretung und sonstiger Organtätigkeiten bie anderen Gesellschaften, sowie alle damit zusammenhängenden Tätigkeiten.

Verfahrensbevollmächtigte:
Rechtsanwälte Buchalik Brömmekamp Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Prinzenallee 15, 40549 Düsseldorf, Gz.: LOE 14131-R19-0266
auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das eigene Vermögen

1. Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Schuldnerin wird wegen Zahlungsunfähigkeit am 07.11.2019 um 12.00 Uhr eröffnet.

2. Es wird Eigenverwaltung angeordnet.

3. Zum Sachwalter wird bestellt:
Rechtsanwalt Dr. Hans-Peter Lehner
Ditthornstraße 5, 93055 Regensburg
Telefon: +49(941)6408200
Telefax: +49(941)64082010
Email: advo@rae-wagner-lehner.de

4. Die Insolvenzgläubiger werden aufgefordert, Insolvenzforderungen (§ 38 InsO) bis zum 27.12.2019 bei dem Sachwalter schriftlich anzumelden. Bei der Anmeldung sind Grund und Betrag der Forderung anzugeben. Die Forderungsanmeldungen und die Insolvenztabelle können durch die Beteiligten auf der Geschäftsstelle des Insolvenzgerichts eingesehen werden.

5. Berichtstermin sowie Termin zur Beschlussfassung der Gläubigerversammlung über die eventuelle Wahl eines anderen Sachwalters, über die Beibehaltung eines Gläubigerausschusses sowie über die in den §§ 157 (Stilllegung bzw. Fortführung des Unternehmens, Beauftragung des Insolvenzverwalters mit der Ausarbeitung eines Insolvenzplans, Vorgabe der Zielsetzung des Plans), 272 (Aufhebung einer Eigenverwaltung), 276 (besonders bedeutsame Rechtshandlungen), 277 (Anordnung der Zustimmungsbedürftigkeit durch Sachwalter) und 284 (Beauftragung des Sachwalters oder des Schuldners, einen Insolvenzplan auszuarbeiten) InsO bezeichneten Angelegenheiten wird anberaumt auf Dienstag, 21.01.2020, 13:00 Uhr, Sitzungssaal 026, EG, Berliner Platz 1, Amtsgericht Hof
Hinweise:
Die Zustimmung zur Vornahme besonders bedeutsamer Rechtshandlungen im Sinne des § 160 InsO gilt als erteilt, wenn die einberufene Gläubigerversammlung beschlussunfähig ist.

6. Prüfungstermin wird anberaumt auf
Dienstag, 21.01.2020, 13:00 Uhr,
Sitzungssaal 026, EG, Berliner Platz 1, Amtsgericht Hof
Hinweise:
Gläubiger, deren Forderungen festgestellt werden, erhalten keine Benachrichtigung.

7. Sicherungsrechte an beweglichen Gegenständen oder an Rechten sind dem Sachwalter unverzüglich anzuzeigen (§ 28 Abs. 2 InsO).
Der Gegenstand an dem das Sicherungsrecht beansprucht wird, die Art und der Entstehungsgrund des Sicherungsrechts sowie die gesicherte Forderung sind zu bezeichnen. Wer die Mitteilung schuldhaft unterlässt oder verzögert, haftet für den daraus entstehenden Schaden (§ 28 Abs. 2 InsO).

8. Personen, die Verpflichtungen gegenüber der Schuldnerin haben, werden aufgefordert, nicht mehr an diese, sondern an den Sachwalter zu leisten (§ 28 Abs. 3 InsO).

9. Gemäß § 149 Abs. 1 S. 2 InsO wird angeordnet, dass Wertpapiere und Kostbarkeiten bei einem Kreditinstitut im Sinne des § 1807 Abs. 1 Nr. 5 BGB zu hinterlegen sind, ferner, dass vorhandenes Geld auf einem Insolvenzkonto dort anzulegen ist.

10. Ein Gläubigerausschuss wird bis zur ersten Gläubigerversammlung eingesetzt. Dieser besteht aus den Mitgliedern

  • Herr Alexander Schraml, Dietrich-Bonhoeffer-Straße 1, 95679 Waldershof
  • Ralph Veil, Thierschplatz 3, 80538 München
  • Kerstin Bontschev, Königstraße 11, 01097 Dresden
  • Herr Dipl.-Betriebswirt (FH) Gerhard Schurig, Bayreuther Straße 11a, 95615 Marktredwitz
  • Prof. Dr. Julius Reiter, Benrather Schloßallee 101, 40597 Düsseldorf

11. Der Sachwalter wird gem. § 8 Abs. 3 InsO beauftragt, die in dem Verfahren vorzunehmenden Zustellungen, beginnend mit der Zustellung des Eröffnungsbeschlusses nach § 30 InsO, durchzuführen. Ausgenommen ist die Zustellung des Eröffnungsbeschlusses an die Schuldnerin; diese erfolgt durch das Insolvenzgericht.

Die öffentlichen Bekanntmachungen obliegen weiterhin dem Insolvenzgericht.

Auszug aus den Gründen:
Der Antrag ist am 05.09.2019 beim Insolvenzgericht Hof eingegangen.

Rechtsbehelfsbelehrung:

Gegen die Entscheidung können der Schuldner oder die Gläubiger des Schuldners (im Folgenden: Beschwerdeführer), die sofortige Beschwerde (im Folgenden: Beschwerde) einlegen, soweit damit das Fehlen der internationalen Zuständigkeit für die Eröffnung eines Hauptinsolvenzverfahrens nach Artikel 5 Absatz 1 der Verordnung (EU) 2015/848 gerügt werden soll (Artikel 102c - § 4 EGInsO).

Letzte Beschwerdefrist: 21. November 2019

Die Beschwerde ist binnen einer Notfrist von zwei Wochen bei dem

Amtsgericht Hof
Berliner Platz 1
95030 Hof

einzulegen.

Die Frist beginnt mit der Verkündung der Entscheidung oder, wenn diese nicht verkündet wird, mit deren Zustellung bzw. mit der wirksamen öffentlichen Bekanntmachung gemäß § 9 InsO im Internet (www.insolvenzbekanntmachungen.de). Die öffentliche Bekanntmachung genügt zum Nachweis der Zustellung an alle Beteiligten, auch wenn die InsO neben ihr eine besondere Zustellung vorschreibt, § 9 Abs. 3 InsO. Sie gilt als bewirkt, sobald nach dem Tag der Veröffentlichung zwei weitere Tage verstrichen sind, § 9 Abs. 1 Satz 3 InsO. Für den Fristbeginn ist das zuerst eingetretene Ereignis (Verkündung, Zustellung oder wirksame öffentliche Bekanntmachung) maßgeblich.

Die Beschwerde ist schriftlich einzulegen oder durch Erklärung zu Protokoll der Geschäftsstelle des genannten Gerichts. Sie kann auch vor der Geschäftsstelle jedes Amtsgerichts zu Protokoll erklärt werden; die Frist ist jedoch nur gewahrt, wenn das Protokoll rechtzeitig bei dem oben genannten Gericht eingeht. Eine anwaltliche Mitwirkung ist nicht vorgeschrieben. Die Beschwerde ist von dem Beschwerdeführer oder seinem Bevollmächtigten zu unterzeichnen. Die Beschwerdeschrift muss die Bezeichnung der angefochtenen Entscheidung sowie die Erklärung enthalten, dass Beschwerde gegen diese Entscheidung eingelegt werde.

Rechtsbehelfe können auch als elektronisches Dokument eingereicht werden. Eine einfache E-Mail genügt den gesetzlichen Anforderungen nicht.

Das elektronische Dokument muss mit einer qualifizierten elektronischen Signatur der verantwortenden Person versehen sein oder von der verantwortenden Person signiert und auf einem sicheren Übermittlungsweg eingereicht werden.

Ein elektronisches Dokument, das mit einer qualifizierten elektronischen Signatur der verantwortenden Person versehen ist, darf wie folgt übermittelt werden: auf einem sicheren Übermittlungsweg oder an das für den Empfang elektronischer Dokumente eingerichtete Elektronische Gerichts- und Verwaltungspostfach (EGVP) des Gerichts.

Wegen der sicheren Übermittlungswege wird auf § 130a Absatz 4 der Zivilprozessordnung verwiesen. Hinsichtlich der weiteren Voraussetzungen zur elektronischen Kommunikation mit den Gerichten wird auf die Verordnung über die technischen Rahmenbedingungen des elektronischen Rechtsverkehrs und über das besondere elektronische Behördenpostfach (Elektronischer-Rechtsverkehr-Verordnung - ERVV) in der jeweils geltenden Fassung sowie auf die Internetseite www.justiz.de verwiesen.

Amtsgericht Hof - Insolvenzgericht - 07.11.2019

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