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Autark

Prof. Christian Knoll erfindet den Autark-Betrug neu

Geheimtreffen in Duisburg: Autark-Vertrieb soll Anlegern "wertlose Aktien" andrehen

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Prof. Dr. Heinz-Christian Knoll ist seit vielen Jahren ein heimlicher Pate des deutschen Kapitalgrau- und Schwarzmarktes. Er steckt hinter zahlreichen Millionenbetrügereien. Jetzt hat er für die Autark eine neue Betrug entwickelt

Wie weit darf ein Professor gehen? Darf er mit gestohlenem Geld neue Betrugsmodelle erfinden? Darf er mit dem Organisierten Verbrechen zusammenarbeiten? Darf er sich mit abgeurteilten Berufsverbrechern an einen Tisch setzen? Offenbar hat Professor Dr. Heinz-Christian Knoll aus Leipzig damit überhaupt kein Problem. Solange der Rubel oder Euro rollt. Er ist der Kopf hinter dem neuen Autark-Betrug. Betroffen sind mehr als 3.600 Anleger und es geht um eine Summe von mehr als 50 Millionen Euro.

Es geht auch um die "Autark Entertainment Group AG". Und natürlich darum, wie es der Berufsverbrecher Stefan Kühn schafft, seine bevorstehende Inhaftierung noch zu vermeiden. Die Staatsanwaltschaft Dortmund liegt unterdessen weiterhin im bezahlten oder unbezahlten Tiefschlaf. Trotz erdrückender Indizien und Sachverhalte, tausende Seiten Beweismittel dürfen die Betrüger um Stefan Kühn weiterhin ihr Unwesen treiben.

Mehr als 3.600 Autark-Anleger warten bis heute auf ihr Geld (:gerlachreport berichtete). Auch ein Jahr nach den vollmundigen Versprechen von Stefan Kühn und seinem kriminellen Netzwerk um den "Vertriebskopf" Stefan König sind die Kassen leer - ausgeraubt von Kühn und seiner Bande. Mehr als 50 Millionen Euro sind verschwunden.

Guter Rat ist teuer: Nachdem das "Theater am Marientor" in Duisburg mal eben zum zehnfachen Preis an die ahnungslosen Genossen der INCO-Genossenschaft verhökert wurde, die den Betrug jetzt bezahlen dürfen und der neue Deal mit dem "Rhein-Main-Theater" Probleme bereitet (siehe unsere aktuelle Berichterstattung), musste jemand ins Boot geholt werden, der mit allen schmutzigen Wassern des deutschen Kapitalgrau- und Schwarzmarktes gewaschen ist: Prof Dr. Heinz-Christian Knoll, Professor für Recht, insbesondere Wirtschaft- und Steuerrecht an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK).

Knoll stand bei zahlreichen Millionenbetrügereien im Hintergrund und hat die Grundlagen für die Abzockereien entwickelt, die in den vergangenen Jahren dreistellige Millionenbeträge in die Taschen organisierter Betrüger spülte. Knoll sorgte immer für "Rechtssicherheit", damit den Ganoven nichts passierte. Wie jetzt bei der Autark. Die Nachrangdarlehn, die letztlich bei der Autark Invest AG in Liechtenstein gelandet sind, sollen jetzt in wertlose Aktien der Autark Entertainment Group AG umgewandelt werden. Aber: Sowohl in Liechtenstein, wie auch in Deutschland, haben Gerichte und Staatsanwaltschaften die Finger auf dem schmalen Anlage"vermögen" der Autark-Gruppe.

Die völlig talentfreie Kreditbetrügerin Adele Raschke ("Autark-Oma), deren besondere Fähigkeit darin besteht, deutsche Staatsanwälte zu schmieren, wie sich aus ihren E-Mails ergibt, koordiniert inzwischen das dubiose Betrugsgeschäft zwischen Nachrangdarlehn und Aktien - über die mittellose RAHL Geschäftsbesorgungsgesellschaft, deren Geschäftsführerin sie ist. Das Unternehmen gehört jedoch Stefan Kühn. Kühn wird von seinen Gläubigern gejagt.

Um den Blick nicht zu verlieren: Das neue Betrugsmodell hat das ausschließliche Ziel, den Berufsverbrecher Kühn, alias Koschate, aus dem Knast zu halten. Und nach Möglichkeit auch Adele Raschke, Tochter Laura Koschate und alle, die sich im Laufe der vergangenen Monate und Jahre zu nützlichen Idioten von Kühns Betrügereien haben machen lassen. Die Millionen, die Autark-Anleger investiert haben, sind ohnehin weg. Gleichzeitig hat Kühn bei der Staatsanwaltschaft Dortmund mit gefälschten Unterlagen und Papieren den ermittelnden Staatsanwalt "ruhig gestellt". Vielleicht sind es aber auch die eingeräumten Zahlungen von Adele Raschke, die den Staatsanwalt in den Tiefschlaf bringen (:gerlachreport berichtete).

Nicht anders ist auch zu erklären, dass es jetzt zu einem Treffen der organisierten Kühn-Bande im "Theater am Marientor" kommen konnte - ohne Besuch der Staatsanwaltschaft, die die Köpfe des Autark-Betruges gleich inflagranti hätte dingfest machen können. Mittendrin in der 35-köpfigen Verbrecherorganisation: Professor Dr. Heinz-Christian Knoll. Gegen Honorar entwickelte er das neue Gesicht der Autark Entertainment Group.

Wichtig: Die Bande hat kein Geld mehr. Also müssen Wege und Mittel gefunden werden, wie dumme Anleger um ihr Geld gebracht werden. Mit einem Rechner bewaffnet, wird es interessant. Um dem Knast zu entgehen, müssen nämlich nicht nur die Altverbindlichkeiten bedient werden, es muss auch sichergestellt sein, dass neues Geld für neue Geschäfte eingenommen wird, die dann auch nich die versprochenen Erträge erwirtschaftet sollen. Ein nahezu unmögliches Unterfangen. Kühn träumt mit dem Knoll-Plan seinen Traum vom Multi-Millionär.

Denn der Professor weiß auch hier Rat: Kein Verkaufsprospekt, keine Methode, kein Beschiss, der nicht schon über seinen Schreibtisch gelaufen wäre. Interessant sind in diesem Zusammenhang die finsteren Geschäfte in England und Irland: Stefan Kühn hat hier zusammen mit seiner Tochter Laura Koschate einen "Verschiebebahnhof" für die Anlegergelder entwickelt, über den wir zeitnah berichten werden. Ist das Geld erst einmal weg, sind die Anleger die Gelackmeierten. Zudem: Kühn braucht Geld für die Zeit nach dem Knast. Denn er rechnet selbst "mit zwei oder drei Jahren".

Im Fall des Professors, der offenbar für Geld jedes schmutzige Geschäft macht, wollte es der :gerlachreport genau wissen: Was sagt eine Hochschule dazu, dass ein Mitglied ihres Lehrkörpers sich mit einschlägig vorbestraften Berufsverbrechern an einen Tisch setzt und neue Betrügereien entwickelt? In Leipzig ist man "nicht begeistert". Die Hochschulleitung sucht noch nach einer "offiziellen Stellungnahme". Zuvor wolle man aber "den Professor selbst einmal zum Sachverhalt befragen".

Für die Autark-Anleger dürfte es dann schon zu spät sein. Stefan Kühn berichtete jedenfalls davon, dass bereits hunderte Autark-Anleger die wertlosen Aktien bekommen haben sollen. "Mehr als 1.500 Anleger" schwadronierte der Berufsverbrecher in Duisburg vor seinen Vertrieblern, "haben unser Angebot angenommen".

Selbst wenn das stimmt: Die Autark Entertainment Group AG ist pleite. Knolls Plan aus Nichts Geld zu machen, dürfte dann einmal mehr aufgegangen sein.

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