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Ross Antony: Opfer von Gagen-Preller Stefan Kühn

Hätte er gewusst, dass er abgezogen wird, hätte er für "Wallace" nie Werbung gemacht

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Ross Antony musste sogar ein Polo-Shirt von "Wallace" tragen, als er für das Musical, das wahrscheinlich nie aufgeführt wird, Werbung machten musste. Leider vergaß Berufsverbrecher Stefan Kühn seine gage zu bezahlen

Berufsverbrecher Stefan Kühn kennt sich mit Abzockereien gut aus. Jetzt hat es den ehemaligen "Dschungelkönig" Ross Antony erwischt. Der rührte für das Musical "Wallace" kräftig die Werbetrommel. Natürlich gegen Gage. Nur die hat er nie erhalten.

Ross Antony, der eigentlich nie seinen Humor verliert ist stinksauer: Hätte er gewusst, dass er derart abgezogen wird, hätte er für das Musical "Wallace" nie Werbung gemacht, heißt es aus seinem Management. Er ließ sich sogar im Wallace-Polo ablichten. Ob das beim schleppenden Kartenverkauf hilft, ist zweifelhaft.

Bei Antonys Management hatte man sich ganz offenkundig nicht ausreichend über die Geschäftsmethoden des Berufsverbrechers Stefan Kühn und die seines "künstlerischen Direktors" Wolfgang DeMarco informiert.

Gegen den einschlägig vorbestraften Kühn, der auch Stefan Koschate sein Unwesen trieb, wird umfassend ermittelt. Es geht inzwischen um einen Betrug an mehr als 7.500 Anlegern und Investoren und einen Gesamtschaden in Höhe von mehr als 60 Millionen Euro.

Der künstlerische Direktor des Duisburger "Theater am Marientor", Wolfgang DeMarco, ist ebenfalls wegen Betrugs einschlägig vorbestraft. DeMarco hat Erfahrung mit dem Abzocken von Promis: Modemacher und Selbstdarsteller Harald Glööckler wurde vom künstlerischen Direktor um eine hohe sechsstellige Summe gebracht und anschließend verurteilt.

Das Musical "Wallace", das am 14. November Weltpremiere feiern soll, steht weiterhin auf wackeligen Füssen. :gerlachreport erfuhr, dass nicht nur Ross Antony auf sein Honorar wartet. Aktuell drücken Autark-Chef Stefan Kühn Millionenschulden. Erst in der vergangenen Woche sind gegen ihn neue Strafanzeigen gestellt worden. Kühn muß zudem täglich mit seiner Verhaftung rechnen. Die Staatsanwaltschaft Dortmund soll dem Vernehmen nach bereits die Haftbefehle gegen Stefan Kühn und seine Ehefrau Sabine beantragt haben.

Damit haben aber Ross Antony und alle anderen immer noch kein Geld. Antony kann es verschmerzen: In England hatte er diverse Engagements, bevor er 1997 für die Welturaufführung des Musicals „Catharine“ erstmals nach Deutschland kam. In der Folge bekam er zahlreiche Hauptrollen, u.a. als „Tabaluga“ im Maffay-Musical oder in „Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat“.

2001 bewarb sich Ross Antony für die zweite Staffel der Castingshow „Popstars“. Er schaffte es in die Pop-R’n’B-Band „Bro’Sis“, mit der er vier Jahre lang Erfolge feierte: Die Band veröffentlichte drei Alben, eines davon schaffte es auf Platz eins der deutschen Charts. Nach über vier Millionen verkauften Platten, erfolgreichen Touren und diversen Gold- und Platinplatten trennte sich die Band 2005.

Nach dem Ende seiner Pop-Karriere ging Ross Antony zurück zum Musical, spielte in „Elisabeth“ und „Saturday Night Fever“. 2007 veröffentlichte er seine Autobiografie „The Inside Me“, in der der bekennende Homosexuelle tiefe Einblicke in ein Leben zwischen Missbrauch, Drogen und Berühmtheit gab.

2008 ging Ross für RTL in den australischen Dschungel zur Erfolgsshow „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus“. Mit seiner sympathischen, humorvollen und kollegialen Art konnte er die Staffel gewinnen - ein echter Karrierekick für Antony.

Er trat in zahlreichen TV-Shows und -Serien auf, bekam sogar eigene Formate als Moderator und Entertainer: z. B. „Ross - Der Freundschaftsretter“ auf ProSieben. Neben seiner TV-Karriere arbeitet Ross auch als Werbegesicht und eröffnete mit seinem Lebenspartner eine eigene "Bed and Breakfast"-Pension in England.

Da sitzt er jetzt und wartet auf seine Gage von der Autark Entertainment Group AG. Wenn Stefan Kühn denn seine Schulden bezahlen kann.


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