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Theater am Marientor

Sabine Kühn im Fadenkreuz der Steuerfahndung

Millionen verschwunden: Wie das kriminelle Ehepaar weiter die Autark-Anleger abzockt

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Das „Theater am Marientor“ war für die Autark-Gruppe um das Ganoven-Ehepaar Stefan und Sabine Kühn nichts anderes als ein „Geldverschiebe-Bahnhof“ für Autark-Gelder - in die eigene Tasche

Das „Theater am Marientor“ ist pleite: Das Finanzamt Duisburg hat sämtliche Konten gepfändet. Rechnungen können nicht mehr bezahlt werden. :gerlachreport erfuhr aus dem direkten Umfeld der Geschäftsleitung, dass bei komplett leeren Kassen „Forderungen in einer Höhe von mehr als 750.000 Euro“ vorliegen sollen. Verantwortlich für das Desaster ist offenbar die ehemalige Geschäftsführerin Sabine Kühn.

Das „Theater am Marientor“ ist bereits mehrfach Grund für die umfassenden Berichterstattungen im :gerlachreport gewesen. Schon frühzeitig wurde auf die drohende Insolvenz hingewiesen. Durch Tricks und Fälschungen in der Buchhaltung und weitere alimentierende Zahlungen aus geheimen Autark-Fonds wurde der Geschäftsbetrieb immer wieder aufrecht erhalten.

Das „Theater am Marientor“, einst für knapp 3,5 Millionen Euro von Geldern der Autark-Anleger gekauft, spielt eine besondere Rolle in den derzeitigen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Dortmund gegen den Berufsverbrecher Stefan Kühn, alias Stefan Koschate und seine (Noch)-Ehefrau Sabine Kühn. Beide stehen im Mittelpunkt umfassender strafrechtlicher Ermittlungen. Es geht um einen Gesamtschaden von mehr als 50 Millionen Euro zu Lasten der Autark-Anleger.

Stefan Koschate hatte intern den Wert des Theaters auf mehr als 39 Millionen Euro taxiert und den Autark-Anlegern vorgegaukelt, dass ihre Anlagen allein durch die „Investition“ im Theater sicher sind. Die Verzehnfachung des Wertes hatte er mit falschen Versprechen und angeblichen „Exklusiv-Verträgen“ untermauert. Kühn wollte der König des deutschen Musicals werden. Doch das war nur das Ergebnis von ihm gefälschter Gutachten und Buchhaltungsunterlagen.

Tatsächlich war das „Theater am Marientor“ für die Autark-Gruppe um das Ganoven-Ehepaar Stefan und Sabine Kühn nichts anderes als ein „Geldverschiebe-Bahnhof“ für Autark-Gelder - in die eigene Tasche. Als der Schwindel aufflog, wurde Sabine Kühn offiziell fristlos gefeuert (:gerlachreport berichtete). Im Hintergrund zog sie immer weiter die Fäden.

Eine geschickte Komödie für die staunende Kulisse: Sabine Kühn, eine mit allen schmutzigen Wassern gewaschene Betrügerin, die sich bereits die mit Autark-Geldern gekauften Immobilien und Häuser einverleibt hatte, kassierte über das „Theater am Marientor“ nach derzeitigen Erkenntnissen „hunderttausende Euro“, die auf privaten Geheimkonten oder in bar in Autoreifen verschwanden.

Vor den Augen der ermittelnden Staatsanwaltschaft in Dortmund hat das Betrugs-Ehepaar Staatsanwälte und Polizei wie die Ochsen am Nasenring durch Duisburg und Dinslaken geführt.

Selbes soll jetzt auch mit der Steuerfahndung und dem Finanzamt Duisburg passieren: Stefan Kühn, der das Theater längst illegal in das „Vermögen“ der kriminellen INCO Genossenschaft gebracht hat, denkt laut über eine offizielle Insolvenz des „Theater am Marientor“ nach. Inoffiziell liegt seit Monaten eine Insolvenzverschleppung vor. Die Staatsanwaltschaft weiß das. Getan hat sie nichts.

Mit der „offiziellen Insolvenz“ wären im Hause Kühn die derzeitigen Probleme gelöst: Stefan, der seiner gewichtigen Sabine „Untreue“, „Betrug“ und „Unterschlagung“ vorwirft und von ihr die privat abgezockten Autark-Millionen haben will, würde mit der Insolvenz mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen: Das Finanzamt kann seine Haftungsbescheide direkt an Sabine schicken. Die Autark-Millionen sind längst verteilt und die Anleger schauen einmal mehr in die leeren Kassen. Damit würde das Kalkül aufgehen, dass Sabine ohnehin „an allem Schuld ist“. Im schlimmsten aller Fälle kann sich Stefan dann hinter seinem psychologische Gutachten verstecken, das ihm eine „gestörte Persönlichkeit“ testiert.

Und die Staatsanwaltschaft Dortmund und Steuerfahndung Duisburg? Sie werden weiter am Nasenring durch die Dörfer geführt. Normalerweise werden in solchen Fällen die Kuhtreiber weggesperrt. Aber so dürfen Stefan und Sabine Kühn weiter täglich ihr Unwesen treiben. Zum Schaden der Anleger.

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