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Autark

Stefan König: Vom kleinen Briefdieb zum Aufsichtsrat

Die schmutzigen Geschäfte in der Autark Entertainment Group AG

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Der Postbote Stefan König mit seiner Visitenkarte als ehr noch für Alfred Wieder arbeitete. Bis heute haben sich seine Versprechungen nicht geändert. Ebensowenig wie der Name seines Unternehmens: Zukunftskapital

Stefan König ist Postbote. Oder war es. Denn jetzt nimmt er auch die gelben Briefe mit Arresten, Zahlungsbefehlen, Vorladungen und Klagen entgegen. Stefan König ist Aufsichtsrat bei der Autark Entertainment Group AG. Verantwortlich für die schmutzigen Geschäfte: Der kontrolliert sie.

Stefan König, der Mann aus der Karl-Zeuch-Straße 8 in Eschwege, ist wie der berühmte Pickel am Hintern seines Protegés Stefan Koschate, alias Kühn. Man wird ihn nicht los, will ihn aber auch nicht missen.

Irgendwann in der Vergangenheit, als Stefan König noch als Postbote im Nordhessischen unterwegs war, muss ihm die Idee gekommen sein, dass ein verschwundener Brief hier und da nicht glücklich macht. König träumte immer vom großen Geld.

Gerüchte besagen, dass der Hobby-Fußballer seinen Job als Postbote verlor, weil irgendwann ein Brief zu viel fehlte. Er benötigte eine neue Einnahmequelle, die das Abzocken und Geldverdienen viel einfacher machen und ihn näher an seinen Lebenstraum bringen würde: Er gab sich den klingenden Namen "Zukunftskapital", mit dem er heute immer noch unterwegs ist.

Zukunft hat Stefan König wohl kaum. Kapital allemal: Er ist einer der zentralen Figuren im Autark-Betrug und Betrachter fragen sich, warum die Staatsanwaltschaft Dortmund ihn im großen Autark-Verfahren nicht längst im Visier hat. Keiner hat so gelogen wie König. Keiner hat einen so großen Schaden bei einzelnen Anlegern angerichtet. Und nur Stefan Kühn lügt noch besser als er.

Auf Stefan Königs Visitenkarte steht: flexibel, rentabel und zuverlässig. Anlagen, die jederzeit verfügbar sind, bringen bei ihm ab sechs Prozent, kurzfristige Anlage ab zehn und mittelfristige Anlagen ab zwölf Prozent.

König arbeitete nach seinem unfreiwilligen Ausscheiden bei der Post zunächst für den Gartenzwerg des deutschen Kapitalgraumarktes Alfred Wieder und lernte dort, wie richtig betrogen wird. Denn alles muss gelernt werden und nicht jeder Postbote hat einen Universitätsabschluß.

Bei der Alfred Wieder AG wurde auch Stefan Koschate auf ihn aufmerksam, der dann als Stefan Kühn einen der größten Betrugsfälle der deutschen Nachkriegsgeschichte auslöste.

König und Kühn machten aus der Autark-Gruppe das Synonym für Unehrlichkeit, Betrug, Kapitalvernichtung, Untreue, Unterschlagung, Diebstahl. Wieviel König von den 70 Millionen Autark-Geldern tatsächlich kassiert hat, wird derzeit noch ermittelt.

Kein Postbote verdient in seinem ganzen Leben so viel, wie König in ein paar Autark-Jahren.

Stefan König ist der schmierige, schleimige Drücker, der Herzschrittmacher im Betrug von Autark. Sein Lieblingsspruch: "Ich habe auch mein Geld bei der Autark". Jetzt darf man sich aussuchen: verdient, abgezockt, unredlich abkassiert, unterschlagen, veruntreut?

Sicherlich nicht verloren. König und sein kleines Vertriebsteam sind längst wieder am Werk. Wohl auch deshalb ist der Staatsanwalt (nicht in Dortmund) hinter ihm her. Und natürlich der dubiose Winkeladvokat Wolfgang Benedikt-Jansen, der jetzt Autark-Opfer sucht, die gegen Stefan König vorgehen wollen. Vorher werden sie aber beim Winkeladvokaten ausgenommen (:gerlachreport berichtete).

Irgendwann wird dann auch die Escort-Dame vom "Finanztest", Ariane Lauenburg, auf den Plan treten. Denn Stefan König kann mit seinem Füllhorn an Geheimnissen ebenfalls erpresst werden. Und die Dame kassiert überall dort ab, wo sie Geld wittert.

Stefan König hat nicht nur als Aufsichtsrat der Autark Entertainment Group AG viele Geheimnisse, die auch den Staatsanwalt interessieren.

· Warum stellt Stefan König dem Berufsverbrecher die Infrastruktur für seinen neuen Betrug zur Verfügung? Wieso laufen Handyverträge von Stefan Koschate/Stefan Kühn auf den Namen von Stefan König? Wieso vermittelt Stefan König mit seinem Team neue Anlagen, hinter denen die Autark steckt?

· Welche Konten werden von Stefan oder Sylvia König im Namen und mit Nutzung der Autark und Stefan Kühn geführt? Sylvia König betreibt ein Nagelstudio.

· Welche Versprechen hat Stefan König den Autark-Anlegern gegeben, damit sie ihre Nachrangdarlehen gegen wertlose Aktien der Autark Entertainment Group AG oder einer anderen Aktiengesellschaft tauschen?

· Welche Gelder werden gerade von Anlegern für welche Projekte eingesammelt? Für das Musical "Wallace", das angeblich im November "Weltpremiere" feiert, jedoch niemals auf die Bretter kommen wird?

· Welche Rolle spielt Stefan König als Aufsichtsrat der Autark Entertainment Group AG bei der Vermögensverschiebung, Verschleierung und Täuschung?

· Welche Eingehungsbetrügereien hat er zu verantworten, weil sich die Autark-Gruppe ihren Zahlungsverpflichtungen entzieht?

· Welche Verflechtungen gibt es zu der dubiosen, von der Staatsanwaltschaft gesuchten Autark-Oma, Adele Raschke, die nicht einmal polizeilich gemeldet ist? Welche Rolle spielt die RAHL-Betrügerin jetzt bei der Autark Entertainment Group AG?

· Warum zahlt die Autark Entertainment Group AG keine Mieten für Objekten, die den Autark-Anlegern gehören? Wieso werden Autark-Anleger weiter geschädigt?

· Wieso ist die Autark Entertainment Group AG in Duisburg in einem Objekt angesiedelt, das der Berufsverbrecher Stefan Kühn, Vorstand des Unternehmens, privat nutzt? Auch Stefan Kühn zahlt keine Mieten, gilt als "Mietnomade". Nebenkosten für Straßenreinigung oder Müllentsorgung bleibt er ebenso schuldig, wie Kosten für Wasser, Strom oder Heizung.

Das sind alles Fragen, die der Postbote jetzt beantworten muss. Wenn er kann. Er selbst hat erst kürzlich festgestellt, dass ihm die "Intelligenz fehlt". Was nicht verwundert, wenn er für die Autark Entertainment Group AG arbeitet.

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