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Autark

Stefan Kühn: 50.000 Euro für Bilanzfälschungen

So wurden die Autark-Anleger von Wirtschaftsprüfer Sutor betrogen und getäuscht

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Für 50.000 Euro prüft Wirtschaftsprüfer Frank-Michael Sutor (re.) alles, was der Kunde möchte. Der Berufsverbrecher Stefan Kühn brauchte von ihm die Belege für seine Betrügereien

50.000 Euro kostet bei dem Düsseldorfer Wirtschaftsprüfer Frank-Michael Sutor eine tragfähige Bilanzfälschung. Diese Summe hat der Berufsverbrecher Stefan Koschate, alias Stefan Kühn, für Fälschungen für die Autark-Gruppe und das "Theater am Marientor" gezahlt.

Der Kontakt zu dem korrupten Wirtschaftsprüfer Sutor kam offenbar über Kühns Tochter Laura Koschate zustande, die in der Kanzlei Sutor in der Düsseldorfer Heinrichstrasse zunächst ein Praktikum absolvierte und später die gefälschten Zahlen für die Autark-Gruppe und das Duisburger "Theater am Marientor" vorbereitet hat.

Aus Unterlagen, die :gerlachreport vorliegen, ergibt sich, dass die Bilanzfälschungen benutzt wurden, um gezielt Autark-Anleger und Investoren zu täuschen. Mit den Bilanzfälschungen wollte Stefan Kühn, so ein Insider, "Banken und Geldgeber vorsätzlich täuschen". Gleichzeitig sollte den Anlegern und Investoren vorgegaukelt werden, dass das Anlagevermögen der Unternehmen viel höher ist.

Tatsächlich sind die von Frank-Michael Sutor erstellten Bilanzen nicht das Papier wert, auf dem sie stehen. Welche Rolle der Wirtschaftsprüfer bei dem Betrug tatsächlich gespielt, hat, was er wusste und wie er in den gewerbsmässigen Betrug und die Täuschung eingebunden ist oder war, müssen jetzt die zuständige Staatsanwaltschaft und die Kontrollbehörde für Wirtschaftsprüfer feststellen.

Frank-Michael Sutor ist, so der weitere Vorwurf, auch für falsche und geschönte Wertgutachten verantwortlich, die er in Auftrag gegeben oder bei denen er die Gutachter empfohlen hat. Diese gefälschten Wertgutachten wurden dann Teil der falschen Bilanzen.

Gegenüber :gerlachreport heißt es: "Der Wirtschaftsprüfer Sutor hat immer gewusst, wie die Wirklichkeit aussieht und dass seine Testate nichts wert sind. er kannte die tatsächlichen Zahlen und hat sie solange geschoben und gebogen, wie Stefan Kühn das wollte. Deshalb hat er auch die horrenden Honorare kassiert."

Kühns Tochter Laura Koschate hat, so heißt es in der Autark-Gruppe, bei den Fälschungen aktiv mitgeholfen. Immer wenn Unterlagen und Belege für Sutor gebraucht wurden, soll sie diese "beschafft" haben.

Der Insider: "Nichts von den Unterlagen, um die es hier geht, entspricht oder entsprach der Wahrheit. Alles war ein gezielter Betrug."

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