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Rhein-Main-Theater

Theaterkauf steht vor dem Aus: Betrugsverdacht!

Peter O. Buck (Fränkel AG) wollte einen Kapitalnachweis - den gibt es aber nicht

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Peter O. Buck, Chef der Fränkel AG (Friedrichshafen), hat nach der Berichterstattung des :gerlachreport vom Berufsverbrecher Stefan Kühn einen Kapitalnachweis gefordert. Irgendwann ist auch ihm bewusst geworden, dass auch er geleimt wurde

Der Kauf des maroden Rhein-Main-Theaters steht vor dem Aus: Wie :gerlachreport zuverlässig erfuhr, ermittelt inzwischen die zuständige Staatsanwaltschaft gegen den Berufsverbrecher Stefan Kühn und den Chef des "Theater am Marientor" (TaM), Bram ten Hove. Es geht um Betrug: Beide können die Millionen nicht aufbringen, um den Kauf abzuwickeln. Zum 1. Januar 2019 sollen Kühn und ten Hove eine Million Euro auf den Tisch legen. So steht es im Notarvertrag, der :gerlachreport vorliegt.

Verkäufer Peter O. Buck, Chef der Fränkel AG (Friedrichshafen), hat nach der Berichterstattung des :gerlachreport vom Berufsverbrecher Stefan Kühn einen Kapitalnachweis gefordert. Irgendwann ist auch ihm bewusst geworden, dass er geleimt wurde. Denn es geht nicht nur um die am 1. Januar fällige Million, sondern auch um weitere Millionen, die Kühn und ten Hove für das Theater geboten haben und die in den Folgemonaten fällig werden.

Berufsverbrecher Stefan Kühn ist Vorstand der mittellosen "Autark Entertainment Group AG". Bram ten Hove ist Chef des des Duisburger "Theater am Marientor" und zugleich auch verantwortlich für die INCO Genossenschaft. Diese Organisation, von Stefan Kühn und seiner Tochter Laura Koschate gegründet, zockt derzeit in großem Maße und vor den Augen der ermittelnden Staatsanwaltschaften de Anleger ab: So musste die INCO auf Druck von Stefan Kühn das ehemalige Autark-Theater in Duisburg für 30 Millionen Euro übernehmen, damit der Betrug der Autark-Gruppe vertuscht werden kann. Die Rechnung zahlen die Genossenschaft-Mitglieder.

Das selbe Modell ist, wie :gerlachreport erfuhr, auch mit dem Rhein-Main-Theater geplant. Peter O. Buck, Eigentümer der Bau-Ruine, war froh, dass er mit Stefan Kühn und Bram ten Hove zwei Dumme gefunden hatte, die das baufällige Haus übernehmen wollen. Buck braucht den Verkauf für seine Bücher. Ihn drücken erhebliche Schulden. Kühn und ten Hove brauchen das Theater, um abermals die Anleger zu betrügen: Auch das wertlose Rhein-Main-Theater soll für einen ähnlich hohen Verkaufspreis verhökert werden - damit wären die mehr als 50 Millionen Euro veruntreuten Autark-Gelder zumindest in den Büchern nachgewiesen.

Das Problem: Berufsverbrecher Stefan Kühn und Genosschafts- und Theaterboss Bram ten Hove haben überhaupt kein Geld. Aus der Duisburger Stadtverwaltung erfuhr :gerlachreport, dass das "Theater am Marientor" Schulden von "mehreren hunderttausend Euro" hat. Wegen der derzeit laufenden Zwangsvollstreckungsmaßnahmen gegen das Theater wollte der Stadtkämmerer der klammen Industriestadt "keine genaue Zahlen nennen". Das ist aber ich nicht alles: Offenbar drücken das Theater auch Steuerschulden "im sechsstelligen Bereich".

Vor diesem Hintergrund ist es nur verständlich, dass jetzt im Theater ein Treffen mit den kriminellen Autark-Abzockern um Stefan König & Co. stattfand, bei dem Stefan Kühn nur eine Devise ausgegeben hat: "Wir brauchen Geld!" Dabei sind ihm die Methode und Wege egal. Denn hinter den Kulissen braut sich gewaltiger Ärger zusammen: Wie :gerlachreport erfuhr, hat die Staatsanwaltschaft nach der Berichterstattung neue Ermittlungen aufgenommen. Es geht um die Frage, ob mit der Unterzeichnung des Kaufvertrages des Rhein-Main-Theaters nicht ein Eingehungsbetrug begangen wurde. Die beteiligten Unternehmen sind pleite, die handelnden Personen pfeifen aus dem letzten Loch. Berufsverbrecher Stefan Kühn verkriecht sich inzwischen mit ständig wechselnden Adressen vor seinen Gläubigern.

:gerlachreport hat bei Peter O. Buck nachgefragt. Wollte wissen, was er tut, wenn der Theater-Deal platzt. Fest steht, dass auch Buck gegen Kühn und ten Hove vorgehen will, wenn das Geld am 1. Januar nicht auf dem Tisch liegt. Kühn hat die Forderung nach einem Kapitalnachweis lapidar vom Tisch gewischt. Der Nachweis von Geld, so ließ der Ganove wissen, sei nicht Bestandteil des Notariats gewesen. Also bräuchte er jetzt auch keinen Kapitalnachweis zu liefern. Wie gut, dass die Staatsanwaltschaft durch die Überprüfung der Konten die Mittellosigkeit schon feststellen konnte.

Peter O. Buck hatte bei der Beantwortung der Fragen vom :gerlachreport nur ein Interesse: Er wollte sicherstellen, dass die im Stiftungsbesitz befindliche Fränkel AG nichts mit dem Handel mit Betrügern zu tun hat. Das hatte :gerlachreport auch gar nicht gefragt. Beim Schein der Adventskerzen wird sich Buck jetzt fragen, mit welchen Verbrechern er sich eingelassen hat. Eine einfache Prüfung hätte ergeben, dass Stefan Kühn noch nie einen Vertrag eingehalten hat. Und die Lektüre des :gerlachreport hätte auch geholfen.

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