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Aras Group

Wie der maltesische Premier betrogen werden sollte

Der :gerlachreport verhinderte den neuen Aras-Betrug von Klaus D. Grabner

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Maltesische Sicherheitsbeamte haben Klaus D Grabner (gelber Kreis) bei der Rede des Premiers fotografiert und das Bild für die Erkennung des Aras-Betrügers benutzt

Es ist ein Schurkenstück der besonderen Art: Die Aras-Ganoven Klaus D. Grabner, André Marc Altorfer und der angebliche Erfinder Helmut Lother wollten den maltesischen Premierminister Joseph Muscat aufs Kreuz legen. Es geht um Millionen.

Begonnen hatte eigentlich bereits alles, als der Aras-Ganove Klaus D. Grabner und sein Mann für alle Fälle, André Marc Altorfer, in Malta eine neue Firma gründeten. Mit einem offiziellen Stammkapital von 1.250 Euro wurde die CERMO International Group Ltd. gegründet. Einziger Aktionär: André Marc Altorfer, denn Grabner darf wegen seiner Pleiten nichts besitzen.

Immerhin sind beide üble Keuler für das kriminelle Netzwerk der Aras Group aus Dubai, die Unternehmer und Unternehmen brutal ausnimmt. Verwunderlich ist, dass die Aras Group, die angeblich Millionen als Kredite vergibt, es nicht geschafft hat, Grabner und Altorfer zu retten: In München ist gerade Grabners GUB pleite gegangen, die Kunden für die Aras akquiriert hatte.

In Malta sollte alles besser werden. Weit weg von Deutschland, wo die Gläubiger Schlange stehen und abgezockte Aras Kunden ihre Provisionen in sechsstelliger Höhe wiederhaben wollen. Minutiös hatten Grabner und Altorfer alles geplant: Maltesische Unternehmer bieten einzigartige Investitionsmöglichkeiten, so der Tenor. Bei diesem Spiel wollten beide dabei sein.

Da kam dann Helmut Lother gerade richtig. Der angebliche Erfinder aus dem bayerischen Riedering-Wall, einem kleinen Nest westlich vom Chiemsee, hat nach offizieller Lesart "den ersten Motor entwickelt, der keine CO2-Emissionen" produziert. Deshalb sei diese "Weltneuheit" in Zeiten wie diesen genau das, was der Markt braucht. Eine echte Alternative zu Tesla & Co.

30 Millionen Euro Investitionsvolumen sollte für den Anfang reichen. In einer Privataudienz sollte dann Maltas Premierminister Joseph Muscat von dieser faszinierenden Technik überzeugt werden oder zumindest sollte "für andere Investoren" ein Empfehlungsschreiben die fehlende Überzeugungsarbeit leisten. Da traf es sich, dass auf Malta ein internationaler Energiekongreß "E Mobile Summit 2019" stattfand, bei dem Muscat eine Rede hielt und unsere drei Ganoven aufmerksam zuhörten.

Die Idee der Ganoven: Mit dem Auftrag oder dem Empfehlungsschreiben in der Hand gehört ihnen die ganze Welt. Überall würde man offene Türen finden, die nicht nur das Energiewunderwerk, sondern auch die Millionen bereitstellen würden. Und die, die die Millionen nicht haben, würden dank der ewig vollen Scheich-Kasse die Millionen von der Aras bekommen. Natürlich hat die Aras Group bis heute noch keine Finanzierung gestemmt, dafür aber Millionen für angebliche Vorkosten kassiert. (:gerlachreport berichtete).

Tage vor dem geplanten Treffen, als Ganove Grabner sich schon beim Tee mit dem Premier wähnte, wandten sich Mitarbeiter der maltesischen Regierung an den :gerlachreport. Dort hatte man die Berichte über die Aras und Klaus D. Grabner gefunden. :gerlachreport konnte helfen und der Schwindel flog auf.

Mehr noch als das: Für die Weltneuheit der maltesischen Firma CERMO gibt es weder einen Businessplan, noch internationale Schutzrechte. Weil Helmut Lother seine Rechnungen nicht bezahlen konnte, wurden seine angeblichen Patente erst gar nicht angenommen. Seine "wertvollen Patente" sind also nur ein Hirngespinst.

Eilig produzierte Visitenkarten für Grabner und Altorfer, eine Internetseite, die wieder abgeschaltet ist, nicht bezahlte Rechnungen in La Valetta - Grabner, Altorfer und Lother haben eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Und bei ihrer Rückkehr in München wartete schon der nächste Ärger.

Das Lügenmärchen des Klaus D Grabner: Den Motor gibt es ebensowenig wie Schutzrechte, Patente oder andere Werte. CERMO ist schlichter Betrug

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