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Korruption

Wie die Autark-Ganoven die Staatsanwälte bestechen

Klofrau Adele Raschke verteilt offenbar das Anleger-Geld an die Staatsanwälte

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Ist das wirklich deutsche Realität bei den Staatsanwaltschaften? Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen? Glaubt man der Autark-Verbrecherbande, dann ist das so. Sie gibt Schmiergeldzahlungen offen zu

Ist der Dortmunder Staatsanwalt Arkadius Wyrwoll korrupt? Lässt er sich bestechen? It er nur die Spitze des Eisbergs?

Geht es nach dem Berufsverbrecher Stefan Kühn und seiner Klofrau Adele Raschke, lautet die Antwort schlicht "ja". Während sich Kühn mit seinen "guten Kontakten zur Staatsanwaltschaft" brüstet, bestätigt Adele Raschke in vertraulichen Mitteilungen die "Zahlung" an die Staatsanwälte. Auch nach der Berichterstattung im :gerlachreport über die vermeintlichen Schmierzahlungen der Adele Raschke wird in der Autark-Gruppe hinter der vorgehaltenen Hand die Zahlung bestätigt.

:gerlachreport weiß, dass in deutschen Amtsstuben kaum etwas Schlimmeres gibt als Korruption, Bestechung und andere Vergünstigungen, die Beamte illegal einstecken. Sind Staatsanwaltschaften oder Staatsanwälte betroffen, sind die Fälle besonders delikat und die Dementi entsprechend. Bei der Staatsanwaltschaft in Dortmund herrscht jedoch Totenstille. Jene Staatsanwaltschaft, die verantwortlich ist für die Ermittlungen in einem der schlimmsten Betrugsfälle der vergangenen Jahre ist, schweigt und lässt die Verantwortlichen ungeschoren.

Kaum vorstellbar: Der Berufsverbrecher Stefan Kühn, gegen den derzeit unter anderem auch in Liechtenstein umfangreiche strafrechtliche Ermittlungen laufen, wird von Staatsanwalt Arkadius Wyrwoll fast schon freundschaftlich verschont. Anlegerschutzanwalt Wolfgang Benedikt-Jansen, der mehr als hundert Autark-Anleger vertritt, zeigt sich erschüttert und stellt selbst die Frage: "Was haben die bei der Dortmunder Staatsanwaltschaft kassiert, dass Stefan Kühn nicht verhaftet wird?"

Stefan Kühn, der als Stefan Koschate bereits eine mehrjährige Haftstrafe verbüsst hat, betont immer, dass seine Anwälte und er selbst ein besonderes "Verhältnis" zu den Staatsanwälten hat. Ob dieses Verhältnis mit Bargeld von Autark-Anlegern gepflegt wird, will er offiziell nicht bestätigen. Jedoch lässt eine vertrauliche E-Mail seiner "Klofrau" Adele Raschke ("die putzt meine Scheisse weg") keinen anderen Schluss zu: "Auch hier werden wir aktiv helfen, diese Staatsanwaltschaften mit den notwendigen Geldern zu versehen."

Die Echtheit der E-Mail ist von IT-Spezialisten bestätigt, denen es gelungen ist, das entsprechende E-Mail-Konto der "Autark-Oma" einzusehen. Die Reaktion der Dortmunder Staatsanwaltschaft als eine betroffene Stelle: keine. Dieses Verhaltensmuster deckt sich auch mit den Erfahrungen hunderter Autark-Anleger, die weder von der Polizei, noch von der Staatsanwaltschaft befragt worden sind. Die Staatsanwaltschaft hat kein Interesse an einer qualitativen Aufklärung.

Bis zum heutigen tag sind die Ermittlungen des Staatsanwaltes Arkadius Wyrwoll wohl eher rudimentär. Berufsverbrecher Stefan Kühn kann zusammen mit seiner Tochter Laura Koschate und der Klofrau Raschke laufend neue Unternehmen und neue Betrugsmodelle aus der Taufe heben. Selbst als die kriminelle RAHL Geschäftsbesorgungsgesellschaft, deren Bosse Stefan Kühn und Adele Raschke sind, von der Staatsanwaltschaft Besuch bekam, wurden wichtige Indizien und Unterlagen schlicht ignoriert. Zufall?

Ähnliche Szenen gab es an anderer Stelle. In den 40 Objekten, die vor wenigen Wochen durchsucht wurden, waren die Fahndungserfolge eher dünn. Berufsverbrecher Stefan Kühn blieb komplett unbehelligt. Sein Rechner (mit allen Geheimnissen) und seine Telefone hatte er geschickt versteckt. Die Ermittler waren blind und Kühn fragte nach der Razzia frech: "Na, war es schlimm?"

Schlamperei? Inkompetenz? Die Vermutung: Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen. Mit dem nötigen Kleingeld lässt sich offenbar manche ermittlerische Hürde nehmen. Stefan Kühn ist ein Meister in der Täuschung und Verschleierung. Und die Autark-Oma lebt von ihrem Nimbus der Unangreifbarkeit. Wie heißt es in einer E-Mail an den :gerlachreport: "Ich habe die Raschke in einem fetten Wirtschaftsstrafverfahren erlebt. Die räumt auf."

Vielleicht hat sich die Staatsanwaltschaft aber auch nur zu einem geschickten Rollentausch entschieden. Möglicherweise als Folge eines kostenlosen Jahresabos im "Theater am Marientor": Arkadius Wyrwoll und seine Mannen liegen weiter im Tiefschlaf - so hatte es bereits der :gerlachreprt berichtet - und die Ganoven übernehmen die Ermittlungen und legen falsche Fährten.

Das nennt man Verdunklungsgefahr. Untersuchungshaft ist normalerweise üblich. Bei der Dortmunder Staatsanwaltschaft kennt man diese Vorgehensweise jedoch allenfalls bei Kleinkriminellen. Die haben natürlich kein Geld zum Schmieren.

Eines scheint jedenfalls sicher: Stefan Kühn, Adele Raschke und ihre Verbrecherbande sind immer schneller als die Ermittler. Und die bange Frage bleibt: Warum ist das so? Wie korrupt sind unsere Staatsanwälte? Wann werden sie endlich wach?

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